KUNSTWERK

Sammlung Alison und Peter W. Klein

KUNSTWERK Sammlung Alison und Peter W. Klein

Das Sammler-Ehepaar

Alison und Peter W. Klein sammeln nicht im Verborgenen, denn Kunst zugänglich zu machen und zu vermitteln ist den Sammlern wichtig. Konsequent hat Peter W. Klein daher die Flure in seinem Unternehmen und die Büros seiner Mitarbeiter stets mit neuen Werken aus der eigenen Sammlung ausgestattet. Mit dem Bau des KUNSTWERK führen die Sammler diesen Gedanken weiter: Zeitgenössische Kunst soll auch im ländlichen Raum verortet werden und für jedermann zugänglich sein.

Seit dem Verkauf des Unternehmens im April 2007 widmen sich Alison und Peter W. Klein verstärkt sozialen und kulturellen Belangen. Die Alison und Peter Klein Stiftung, ausgestattet mit einem Grundstock von 5 Millionen Euro, unterstützt seit 2008 Sport, Bildung sowie soziale und kulturelle Projekte in Nussdorf und Umgebung. Zu einer der Aktivitäten der Stiftung zählt der mit 10.000 Euro dotierte „Stiftungspreis für Fotokunst“. Er dient der Förderung junger Fotokünstler/-innen und und wurde bislang 2009 bis 2011 vergeben.

Die Sammlung

Auf Anregung des Architekten Folker Rockel kamen Alison und Peter W. Klein in den 1980er-Jahren zur Kunst – und seitdem hat diese sie nicht mehr losgelassen. Nach 30 Jahren intensiver Sammeltätigkeit umfasst die international ausgerichtete Sammlung aktuell rund 1900 Kunstwerke. Welche Arbeiten erworben werden entscheidet das Ehepaar gemeinsam. Dabei verlassen sich der Nussdorfer und die US-Amerikanerin ganz auf ihre Intuition und ihren Geschmack: „Wir kaufen nur, was uns gefällt. Das Entscheidende ist, dass uns ein Kunstwerk berührt. Wir lassen uns nicht von großen Namen oder aktuellen Trends auf dem Kunstmarkt leiten“, erklären die Sammler. So ist eine Sammlung entstanden, die in ihrer Vielfalt ihresgleichen sucht.

Sammelschwerpunkte sind Malerei, Arbeiten auf Papier und Fotografie – bevorzugt figürliche Darstellungen. Dabei stellen die oft großformatigen, bunten Werke zeitgenössischer Aboriginekunst eine besondere Nische dar. Bei ihren jährlichen Reisen nach Australien besuchen Alison und Peter W. Klein die dortigen Galerien und Kunstzentren, um ihre umfangreiche Aboriginesammlung mit Dot-Paintings, Stelen und Objekten zu ergänzen.

Architektur

Seit Oktober 2007 präsentieren Alison und Peter W. Klein in dem vom Pforzheimer Architekten Folker Rockel entworfenen Museum in wechselnden Ausstellungen Werke aus ihrer Sammlung. Der fünfgeschossige Bau mit seinen rund 1000 m2 Ausstellungsfläche ist nach ökologisch-nachhaltigen Prinzipien errichtet. Er schließt sich unmittelbar an das ehemalige Unternehmen von Peter W. Klein an und bildet mit den Firmengebäuden eine architektonische Einheit. Auch im Inneren greift die Architektur des KUNSTWERK Elemente aus dem Industriebau auf – so etwa die massigen, naturrostigen Säulen.

Die einzelnen Ebenen und Treppenaufgänge sind offen konzipiert, sodass das Haus Dynamik und Leichtigkeit erhält. Gleichzeitig ergeben sich durch diese besondere Konstruktion immer neue Blickachsen, die eine Betrachtung der Kunstwerke aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen. Für ein Ausstellungsgebäude ist das KUNSTWERK ungewöhnlich großzügig verglast. Immer wieder ermöglichen die Fenster in den Ausstellungsräumen Ausblicke auf den historischen Ortskern von Nussdorf und in das Umland: Zeitgenössische Kunst und Landschaft liegen dicht beieinander und bilden einen spannenden Kontrast.

(© Text KUNSTWERK, Foto Atelier Verlag)

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