GEROLD MILLER

24.4 – 2.10.2016 | kunsthalle weishaupt

Die kunsthalle weishaupt widmet dem Berliner Künstler Gerold Miller (geb. 1961 in Altshausen/Ravensburg) vom 24. April bis 2. Oktober 2016 seine erste umfassende institutionelle Einzelausstellung in Süddeutschland.

Präsentiert werden über 60 großformatige Arbeiten aus allen Werkphasen des Künstlers. Neben den frühen Anlagen und aktuelleren Serien wie Monoform und set, werden mit der Verstärker genannten Werkreihe erstmalig freistehende Skulpturen im Raum vorgestellt.

Die meisten ausgestellten Arbeiten stammen aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt. Sie werden durch ausgewählte Werke aus dem Besitz des Künstlers sowie aus europäischen Sammlungen ergänzt. Im Rahmen der Ausstellung erscheint im Kerber Verlag ein umfangreicher Katalog in deutscher und englischer Sprache, der anhand einer Chronologie mit zahlreichen Abbildungen die künstlerische Entwicklung Gerold Millers der letzten 30 Jahre aufzeigt.

Radikale Reduktion und monochrome Farbigkeit zeichnen das Werk von Gerold Miller aus. Mit minimalem Einsatz an Formen und Farben arbeitend, sind seine Objekte Bild und Skulptur zugleich. Indem er das klassische Bildformat in seine einzelnen Komponenten zerlegt, um es anschließend mit einfachsten Mitteln wieder zusammenzufügen, überprüft er nicht nur die Grenzen und Möglichkeiten von Bildhaftigkeit, sondern redefiniert die Verhältnisse zwischen Werk, Fläche und Raum.

Familie Weishaupt begleitet seit mehreren Jahren intensiv das Werk von Gerold Miller. Die Sammlung umfasst inzwischen ein großes Konvolut bedeutender Werke des Künstlers. In den vergangenen Jahren war Gerold Miller in mehreren Gruppenausstellungen der kunsthalle weishaupt vertreten, darunter „Leben mit Kunst – 50 Jahre Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt“, 2014; „Skulpturen und Reliefs aus der Sammlung Weishaupt“ 2012; „Auf den zweiten Blick – Werke aus der Sammlung“, 2011.

Von 1984 bis 1989 studierte Gerold Miller Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Anschließend folgten Studienaufenthalte in Chicago, New York, Paris und Sydney. 2001 erhielt er den renommierten Internationalen Bodensee-Kulturpreis. Seit 1998 lebt und arbeitet Miller in Berlin. Sein Werk wurde in internationalen Kunstinstitutionen präsentiert, darunter Nationalgalerie, Berlin; Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk; Kunstmuseum Stuttgart; Tel-Aviv Museum of Art; ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe; Museo de Arte Latinoamericano, Buenos Aires; 21er Haus, Wien; Museum Moderner Kunst, Wien; Fondation Cartier pour l’art contemporain, Paris; Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main; Opera City Gallery, Tokio; South African National Gallery, Kapstadt; CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux; Kunsthalle Winterthur.

 

Text: kunsthalle weishaupt | Foto: kunsthalle weishaupt
Externer Link: kunsthalle weishaupt

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