Claas Gutsche – Risse im Beton

25.6. – 6.11.16 | Museum Franz Gertsch

Der in Berlin lebende, in der ehemaligen DDR geborene Druckgrafiker Claas Gutsche zeigt im Kabinett des Museum Franz Gertsch aktuelle gross- und kleinformatige Linolschnitte auf Japanpapier, die sich unter anderem mit den Themen kollektives Gedächtnis und Erinnerungskultur befassen.

Claas Gutsche beschäftigt sich in seinen teils sehr grossformatigen Linolschnitten auf feinem Japanpapier unter anderem mit den Spuren der deutsch-deutschen Vergangenheit. Aufgewachsen in Blankenburg im Harz erlebte er im Alter von sieben Jahren die „Wende“ und lernte so sowohl noch Ostdeutschland als auch das vereinigte Deutschland kennen. Seine Grafiken zeigen oft stimmungsschwangere Orte, deren geschichtsträchtige Bedeutung sich dem Betrachter erst mit zusätzlicher Information, etwa durch den Bildtitel, erschliesst. Erinnerungen an die Schattenseiten der deutschen Geschichte oder jüngste beunruhigende Nachrichtenmeldungen erwachen im Betrachter. Die technisch versiert ausgeführten Blätter werden monochrom oder mehrfarbig gedruckt, es entstehen auch Reduktionsschnitte.

Claas Gutsche wurde 1982 in Blankenburg im Harz geboren und lebt heute in Berlin. Seine künstlerische Ausbildung erfuhr er an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, Halle/Saale, der University of Brighton und dem Royal College of Art, London. Der Künstler schafft gross- und kleinformatige Linolschnitte und stellt seit 2005 regelmässig aus. Er hat bereits zahlreiche deutsche und englische Preise/Stipendien erhalten und ist in internationalen Sammlungen vertreten.

Bei der Ausstellung im Kabinett des Museum Franz Gertsch handelt es sich um die erste Präsentation des virtuosen Druckgrafikers in der Schweiz, sie wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit dem Künstler.

Text: Museum Franz Gertsch | Foto: Museum Franz Gertsch
Externer Link: Museum Franz Gertsch

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