Ein starkes Team! Die Vierzehn Nothelfer in Kunst und Verehrung im Bistum Eichstätt

14.7. – 6.11.16 | Domschatz- und Diözesanmuseums

In Zeiten des Überflusses verstehen nur wenige den Ausspruch “Not beugt die Knie”. Ein Blick in die Geschichte lehrt, wie in Notzeiten von Epidemien, Hungersnöten und Kriegen immer wieder „Nothelfer“ als Fürbitter und Helfer im Gebet angerufen wurden.
Die Verehrung von Heiligen als besondere Nothelfer kennt man seit dem 9. Jh. Zunächst sind es regional unterschiedliche Heilige. Im Lauf der Zeit jedoch bildet sich ein geschlossener Kreis von Schutzpatronen heraus, die mit nur noch kleinen Abweichungen überregional als Nothelfer für jeweils spezielle Bereiche des menschlichen Lebens verehrt und angerufen werden. Einen besonderen Höhepunkt erfährt ihre Anrufung zur Zeit der großen Pestepidemien im 13./14. Jh. Daraus entwickelt sich bis spätestens um 1400 die spezielle Reihung der „Vierzehn Nothelfer“.
Zu den Vierzehn Nothelfern gehören drei weibliche und elf männliche Heilige: Achatius, Barbara, Blasius, Christophorus, Cyriacus, Dionysius, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, Margareta, Pantaleon und Vitus sowie Ägidius als einziger Nicht-Märtyrer.
Ausgehend von Regensburg verbreitet sich der Nothelferkult in den Diözesen Bamberg und Würzburg sowie im Nürnberger Raum. Doch erst durch die berühmten Visionen des Klosterschäfers Hermann Leicht bei Frankenthal 1445/1446 erhält der Nothelferkult ein Zentrum in Gestalt einer Kapelle und der wichtigsten Nothelferwallfahrt: Vierzehnheiligen.
Von diesem fränkischen Zentrum aus findet der Nothelferkult landesweite Verbreitung – so auch in der Diözese Eichstätt, wo er in der Wallfahrt auf dem Möninger Berg bis heute ganz besonders in Ehren gehalten wird. Mit über 50, teils sehr hochrangigen Kunstwerken des 15. bis 19.Jh. demonstriert das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt die Vielfalt und Lebendigkeit der Nothelferverehrung in der Diözese Eichstätt.

 

Text: Domschatz- und Diözesanmuseums | Foto: Domschatz- und Diözesanmuseums
Externer Link: Domschatz- und Diözesanmuseums

 

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