Käthe Kollwitz: Ich will wirken

19.11.16 – 5.3.18

Die Ausstellung Käthe Kollwitz: Ich will wirken Werke zeigt 31 Werke von einer der zentralen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sämtliche Werke stammen aus den Beständen der Graphischen Sammlung der Kunsthalle zu Kiel, darunter auch eines ihrer bekanntesten Werke, der 6-teilige Bilderzyklus Ein Weberaufstand, den Kollwitz 1898 unter dem Eindruck der Uraufführung von Gerhard Hauptmanns Die Weber schuf.

Käthe Kollwitz (1867-1945) verfolgte, ungewöhnlich für eine Frau, konsequent ihre künstlerischen Ambitionen. Dabei verzichtete die Künstlerin jedoch nicht auf Ehe und Familie. Kollwitz studierte in Berlin (1886-1887) und München (1888-1890) jeweils an sogenannten Damenakademien – Frauen hatten damals keinen Zugang zu den Kunstakademien. Im Anschluss zog sie mit ihrem Mann, dem Arzt Karl Kollwitz, 1891 nach Berlin. Käthe Kollwitz griff immer wieder historisch-literarische Quellen auf, die bei ihr zum Gleichnis für soziale Missstände ihrer Zeit wurden: Armut, Ausbeutung, Hunger und Tod. Der Themenkreis der Mutter-Kind-Beziehung verbindet die Eindrücklichkeit ihrer Sozialkritik mit tiefer, individueller Emotionalität. Die Ausstellung zeigt in diesem Zusammenhang herausragende Werke aus verschiedenen Schaffensphasen.

Zu erleben ist in Käthe Kollwitz: Ich will wirken auch die Vielfalt der eingesetzten Mittel und die große Experimentierfreude der Künstlerin: Kollwitz galt als graphische Avantgardistin: autodidaktisch hatte sie sich die Technik der Radierung erarbeitet; inspiriert von ihren Parisaufenthalten 1901 und 1904 arbeitete die Künstlerin mit farbiger Lithographie. 1919 kam der Holzschnitt hinzu, den Kollwitz noch einmal zu einer ganz eigenen Expressivität
führte.

 

Text: Kunsthalle zu Kiel | Foto: Kunsthalle zu Kiel
Externer Link: Kunsthalle zu Kiel

 

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