Ägypten – Land der Unsterblichkeit

Verlängert bis 30.7.17 | Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim

In der Sonderausstellung „Ägypten – Land der Unster blichkeit“ präsentieren die  Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen Schätze aus ihrem neuen Sammlungsbestand  altägyptischer Kunst und Kultur. Spektakulärer Mittelpunkt der Ausstellung ist ein mehr  als neun Meter langer Papyrus – das rund 3500 Jahre alte Totenbuch des Amenemhat.  Aufgrund der großen Nachfrage wird die Schau verlängert und ist noch bis 30. Juli 2017 zu sehen.

Die Mannheimer Ägypten-Ausstellung öffnet dem Besucher die Pforten zur faszinierenden Welt der antiken Hochkultur am Nil. Die bis zu 6000 Jahre alten Exponate stehen im Mittelpunkt einer Schau, die mit eindrucksvollen Inszenierungen und Themenwelten einen kulturhistorischen Überblick in die Alltagswelt im Land der Pharaonen und in die ganz eigenen Jenseitsvorstellungen gibt. Anhand hochwertiger Originale zeigt die Ausstellung das Leben an den fruchtbaren Ufern des Nils in allen wichtigen Epochen des Alten Ägyptens: von den Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr., über das Alte, Mittlere und das Neue Reich, die ptolemäisch-römische Epoche bis zur koptischen Zeit im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. Der Ausstellungsrundgang gliedert sich in die Themenkomplexe „Leben am Nil“, „Leben im Tod“, „Götterwelten“ sowie „Neue Herrscher“. Die Exponate stammen aus den neuen Sammlungsbeständen der Reiss-Engelhorn-Museen und des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim sowie aus ausgewählten Privatsammlungen. Insgesamt werden über 500 Objekte auf ca. 950 Quadratmetern präsentiert. Die Ausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“ ist im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim bis zum 30. Juli 2017 zu sehen.

Die Auswahl der Exponate reicht von aufwendig gestalteten Papyri über Särge, Reliefs, Skulpturen und Metallarbeiten bis hin zu Schmuck. Viele sind Jahrtausende alte Grabbeigaben oder stammen aus Tempelkontexten. Sie tragen vielfältige Informationen und spannende Überlieferungen in sich. So erzählen sie uns beispielsweise über das Alltagsleben am Nil, die gottgleiche Stellung des Pharao, die Bedeutung des Beamtenstaats, die vorherrschenden Glaubensvorstellungen und die Vielfalt der Götterwelt sowie die künstlerischen und kulturellen Errungenschaften wie die Schrift. Herausragende Grabfunde vom Pyramidenfriedhof von Giza erhalten in diesem Ausstellungskontext einen besonderen Stellenwert.

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist das meisterlich illustrierte Totenbuch eines „Kammerherrn“ namens Amenemhat. Mit einem Alter von rund 3500 Jahren gehört es zu den frühesten bekannten Totenbüchern der Welt. Der mehr als neun Meter lange Papyrus ist weitgehend erhalten und besticht sowohl durch seine künstlerische Gestaltung als auch die frisch erhaltenen Farben. Vor wenigen Jahren erst konnte er von Restauratoren in einem aufwendigen Prozess entrollt werden. In der Mannheimer Ägypten-Ausstellung wird dieser einzigartige Kulturschatz erstmalig ausgestellt und für eine große Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erklärtes Ziel der Ausstellungsmacher ist es, die ägyptische Hochkultur anschaulich zu vermitteln und neue Sichtweisen auf ein scheinbar bekanntes Thema zu schärfen. Die Reiss-Engelhorn-Museen greifen dabei auf Bestände zurück, die entweder in den eigenen Sammlungen vorhanden sind, den Reiss-Engelhorn-Museen übereignet oder als Dauerleihgaben an das Haus gegeben wurden. Diese umfassen insgesamt mehr als 1600 Objekte. Ergänzt wird die
Präsentation um rund 450 antike Originale aus dem Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim.

Mit der Gründung einer eigenen Abteilung für altägyptische Kunst und Kulturgeschichte etablieren die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim einen neuen Standort für das Thema Altägypten in der deutschen Museumslandschaft. Dank Schenkungen von privaten Sammlern und einem Kooperationsvertrag mit dem für seine umfassende Ägypten-Sammlung bekannten Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim ist es den Reiss-Engelhorn-Museen gelungen, einen repräsentativen Sammlungsschwerpunkt aufzubauen, der weite Bereiche der antiken Hochkultur aufgreift. Damit werden einzigartige Kulturschätze der Menschheitsgeschichte an einem Ort bewahrt, der beste Voraussetzungen für ihren Erhalt für nachfolgende Generationen bietet.

 

Text: Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim | Foto: Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim
Externer Link: Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim

 

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