Robert Doisneau – Fotografien

9.12.16 – 5.3.17 | Martin-Gropius-Bau

Nur wenige Fotografen sind mit einem einzigen Bild berühmt geworden. „Le Baiser de l’Hôtel de Ville“ ist ein solches Bild. Robert Doisneau (1912-1994) hat es im März 1950 vor einem Pariser Straßencafé aufgenommen. Das Bild des sich küssenden Paares wurde zum Sinnbild von Paris als „Stadt der Liebe“ und zählt zu den Ikonen der Fotografie. Doisneaus Ouvre umfasst rund 350.000 Fotografien, darunter Aufnahmen, die professionelles Handwerk sind, und solche, die die Kraft und Ausstrahlung eines künstlerischen Solitärs haben. Die Ausstellung gibt mit rund 100 ausgewählten Arbeiten – zum Großteil entstanden in den 1940er- und 50er-Jahren – Einblick in Doisneaus Werk. Sie zeigt seine Faszination für das Normale, Kleinbürgerliche und für das Melancholische, Zerbrechliche. Bis heute steht Robert Doisneau für das, was „humanistische Fotografie“ genannt wird: eine Fotografie, die sich den Menschen in ihrem Alltag zuwendet. Es sind die überraschenden Augenblicke des Pariser Großstadtalltags, die ihn zu einem wichtigen Chronisten des 20. Jahrhunderts werden ließen.

 

Text: Martin-Gropius-Bau | Foto: Martin-Gropius-Bau
Externer Link: Martin-Gropius-Bau

 

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