Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport

22.10.16 – 26.2.17 | Kunsthalle Bremen

Sport durchdringt heute nahezu alle Lebensbereiche. Er gehört zum modernen Lifestyle, er wird zum populären Massenspektakel oder verleiht elitäres Prestige. Der Siegeszug des Sports begann in Deutschland vor über hundert Jahren: Max Liebermann war der erste deutsche Künstler, der sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzte. Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen untersucht erstmals Liebermanns Blick auf Bewegung und Sport. Ausgewählte Werke von Edgar Degas, Édouard Manet und Henri de Toulouse-Lautrec zeigen seine Inspiration durch die berühmten französischen Meister. Für die Darstellung des Tennisspiels fand er faszinierende Anregung bei dem britischen Impressionisten John Lavery.

Anhand der Geschichte vom Reiten, Tennis und Polo um 1900 wird anschaulich ein Bild des Großbürgertums der Kaiserzeit vermittelt: Die neuen englischen Sportarten waren damals der letzte Schrei. Außerdem erfüllte der Sport auch wichtige gesellschaftliche Funktionen.
Nach dem Ersten Weltkrieg rücken die sportlichen Motive bei Liebermann in den Hintergrund. Nun entdeckten jüngere Künstler wie Helmut Kolle den neuen Boxsport als Motiv. Ihre Bilder und Skulpturen veranschaulichen den Kontrast zwischen Liebermanns eleganten Amateursportlern und dem Starkult im Berliner Sportpalast.

 

Text: Kunsthalle Bremen | Foto: Kunsthalle Bremen
Externer Link: Kunsthalle Bremen

 

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