ARS CRACOVIA: Prof. Jan Pamuła

30.11.2017 bis 15.01.2018 | ARS CRACOVIA, Köln

Jan Pamuła: "Tumbatu boy“, Computergraphik, 2016, Nr. 1/10. © Galerie Ars Cracovia.

 

Seit fast 20  Jahren verbindet ARS CRACOVIA  die Kunstachse zwischen zwei Städten: Köln und Krakau. In regelmässigen Abständen werden in der Galerie Ausstellungen der polnischen zeitgenössischen Kunst veranstaltet. Inzwischen hat die Galeristin Daria Kupka auch internationale Künstler hinzugezogen, um den Kunstdialog interessanter zu gestalten.
Prof. Jan Pamuła ist einer der wichtigsten Künstler der polnischen zeitgenössischen Konkreten Kunst. Inspiriert von der Philosophie Svedenborgs und Kirkegaards, strebt Pamuła seit der 70er Jahre nach einem System, das die Wirklichkeit einem subjektiven Universum untergeordnet. In den 80er Jahren durchlebt sein Schaffen eine völlig neue Transformation. Der zweifache Rektor der Akademie der Schönen Künste in Krakau, erschafft sein eigenes System. Dieses stützt sich zum gleichen Teil auf Logik und der Wahl zwischen der Emotion und Intuition. Um seine Idee zu realisieren bedient er sich, als Erster in Polen eines damals relativ neuen und für die Kunst untypischen Mediums  – dem Computer. Dieser wird in erster Linie als Skizzenbuch und Werkzeug benutzt. Ein Programmierer entwickelt speziell für die Entstehung der Bilder ein Computerprogramm. Nach einem 1/4 Prinzip werden die Elemente berechnet und geteilt, die sich in einer Komposition oder gar Serie niemals wiederholen. Nach diesem Prinzip arbeitet Prof. Pamuła an seinen Digitalbildern, die auf Leinen in Acryl entstehen.
Durch den Vorschritt der Technik wird der Computer nicht nur als Rechner der Bildfläche eingesetzt, sondern immer mehr als ausführendes Werkzeug benutzt. Neben den auf Leinen gemalten Bildern, entstehen Computerserien auf dem Papier. Im Laufe der Zeit bricht Prof. Pamuła die Strenge der Komposition auf. Er integriert Portraits und unterschiedliche Motive (Bsp. den Kölner Dom) in seine Kompositionen.
Das Schaffen von Jan Pamuła gehört der geometrischen Abstraktion an. In dieser Ausdrucksweise ist es dem Künstler gelungen, eine eigene, systematische Beschreibung der Wirklichkeit zu finden. Seine Kompositionen sind rational und nach einem mathematischen System geordnet. Über das Wesentliche und die Farben im Bild entscheidet der Künstler selbst, alles andere ist dem Zufall und der Computersprache überlassen. Auf diese Weise wird der strenge Rationalismus um dem Zufall, Emotion und Intuition ergänzt. So entsteht eine abstrakte Metapher der realen und irrealen Welt, eine eigene Metawirklichkeit von Jan Pamuła.
Seine universelle Kunstsprache findet international auf Zustimmung. Nicht nur die größten Museen der Welt wie Bspw. die Albertina Sammlung, Victoria und Albert Museum in London, The Kościuszko Fundation in New York, die Nationalmuseen in Krakau und Warschau, die Bibliothek der Jagellonenuniversität in Krakau, Mondrian Museum in Amersfoort, besitzen seine Werke. Auch in Deutschland sind seine Arbeiten im Stadtmuseum Gelsenkirchen, Museum Bochum, in der Peter C. Ruppert Sammlung in Museum Würzburg, im Generalkonsulat der Republik Polen in Köln, sowie der ARS CRACOVIA Sammlung der Polnischen zeitgenössischen Kunst.
Jan Pamuła ist ein langjähriges Mitglied des Verbandes Polnischer Bildender Künstler, sowie Mitglied der Krakauer Gruppe. Er ist Träger der internationalen Preise und Auszeichnungen.

 

Vernissage:
Donnerstag, den 30.11.2017, ab 19.30 Uhr
Vorbesichtigung:
Mittwoch, den 29.11.2017, 17.00 – 19.00 Uhr
weiterer Besuchstermin:
Sonntag, den 03.12.2017, 11.00 – 16.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

ARS CRACOVIA
Merrillweg 7
50996 Köln
fon: +49 (0)179 2923687

Text: ARS CRACOVIA

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