Galerie Karsten Greve: Giorgio Morandi

4.11. – 9.12.2017 | Galerie Karsten Greve

Giorgio Morandi, Paesaggio, 1957.

 

von Greta Sonnenschein //

 
Die Ansicht des Künstlers Giorgio Morandi (1890–1964) über das Reisen: „Man kann die Welt bereisen, ohne etwas zu sehen“, begründet wohl den Leitfaden seiner Sujets. Tatsächlich reiste er wenig. Geboren und gestorben in Bologna, zog es ihn, trotz seiner großen Verehrung für Paul Cézanne, nur selten aus seiner Heimatstadt hinaus. Umso intensiver betrachtete er seine Umgebung, die Dinge und Gegenstände um ihn herum. Er widmete sich den Dingen des Alltags und ihrer detailgetreuen Darstellung. So ist sein Œuvre reich an Gemälden und Aquarellen, vor allem jedoch an Zeichnungen und Grafiken, denen seine große Wertschätzung galt. Morandis Bilder sind formal und strukturiert im Aufbau, wodurch der Einfluss von Licht und Schatten für seine Abbildungen besonders zur Geltung kommt. So gelang es ihm, das Einfache und Gegenständliche deutlich zu machen, um Bekanntes stets neu zu interpretieren. Dabei ist das Verhältnis der Gegenstände zueinander vor dem Hintergrund und mit den Zwischenräumen zu beachten. Seine Werke sind sanft und filigran und dabei mannigfaltig in ihrer Erscheinung. Dies wird in der großen Ausstellung der Galerie Greve in Köln sehr deutlich dargeboten.

 

Giorgio Morandi
4.11. – 9.12.2017, Galerie Karsten Greve
Drususgasse 1-5, D-50667 Köln
Tel.: +49-221-2571012
Di – Fr 10 – 18:30 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr
www.galerie-karsten-greve.com

 

Texta aus der kunst:art 58

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