Monsterwelt. – Miró im Max Ernst Museum Brühl

bis zum 28.1.2018 | Max Ernst Museum

Joan Miró, Figur vor der Sonne, 1975. Collection Fondation Marguerite et Aimé Maeght, Saint-Paul - France. ©Successió Miró. VG Bild-Kunst.

 

von Nadja Naumann //

 

Der spanische Künstler Joan Miró (1893–1983) ist für seine grafischen und malerischen Arbeiten bekannt. Sein Frühwerk basiert auf der katalanischen Volkskunst. Später wandte er sich der abstrakten Kunst zu.
Wenig bekannt hingegen sind seine plastischen Arbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren, die jetzt im Mittelpunkt der Ausstellung „Miró – Welt der Monster“ im Max Ernst Museum Brühl stehen. Aus gefundenen Alltagsgegenständen schuf der Künstler fantastische Wesen, die er anschließend in Bronze goss. Einige von ihnen bemalte er farbig. Damit erwecken sie beim Betrachter den Eindruck, dass sie Mirós vor Farbe sprühenden Gemälden entsprungen seien. In der Schau wird anhand einer Auswahl von Gemälden und Arbeiten auf Papier ein Zusammenhang zu den Plastiken vermittelt und Mirós auf alle Gattungen übergreifende Kunst beleuchtet.

Möglich wurde die Ausstellung durch die exklusive Zusammenarbeit des Hauses mit der Fondation Marguerite et Aimé Maeght im südfranzösischen Saint-Paul-de-Vence. Mit über 160 Plastiken beherbergt die Stiftung eine der umfangreichsten Sammlungen des bildhauerischen Schaffens des Künstlers. Eigens für die Ausstellung wurde zusammen mit dem Cologne Game Lab, Institute for Game Development & Research der Technischen Hochschule Köln die Augmented Reality-App Miró 2.0 – die beiden Anwendungen „Miró 360“ für den Katalog und „Mirós Monster“ – entwickelt. Mit „Miró 360“ ist erstmals eine vollständig räumliche Erfassung der im Katalog abgebildeten Kunstwerke möglich.

 

Miró – Welt der Monster
bis zum 28.1.2018, Max Ernst Museum
Comesstr. 42 / Max-Ernst-Allee 1, D-50321 Brühl (Rheinland)
Tel.: +49-2232-57930
Di – So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 10,50 €, erm. 6,50 €
www.maxernstmuseum.lvr.de

 

Text aus der kunst:art 58

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