Thomas Rehbein Galerie: Julia Jansen. Shirley Lumina Claire

13.1. – 24.2.18 | Thomas Rehbein Galerie, Köln

Julia Jansen, spots 6, 2017.

 

von Sabine Scheltwort //

 

Schon immer waren ihr Farbe und Licht wichtiger als das Objekt, das sie malte: ob es Menschen waren oder Rucksäcke, Nymphensittich oder Vase, Kaninchen oder Faltenrock. Nun verflüchtigt sich die Gegenständlichkeit in Julia Jansens Bildern noch stärker. In den neuesten Arbeiten der 1972 geborenen Künstlerin verschwindet sogar, was bisher noch – wenn auch verschwommen wie durch eine beschlagene Scheibe – als Gegenstand unter den Ölschichten erkennbar war. Julia Jansen, die in den neunziger Jahren an der Städelschule in Frankfurt als Meisterschülerin von Thomas Bayerle studierte, richtet jetzt Lichtspots auf wabernde Schwaden, die sie mit einer Nebelmaschine erzeugt, und hält diese in großformatigen Bildern mit Öl auf Leinwand fest. Spiegelwände vervielfachen die sich kräuselnden Schwaden. Das Auge sucht nach wie vor etwas Festes, an dem es Halt finden könnte, und meint in manchen Arbeiten wie von Röntgenstrahlen durchleuchtete Körperteile zu erspähen. Man könnte diese Reduktion asketisch nennen, die Malerin selbst empfindet sie als luxuriös.

 

Julia Jansen. Shirley Lumina Claire
13.1. – 24.2.18, Thomas Rehbein Galerie
Aachener Str. 5, D-50674 Köln
Tel.: +49-221-3101000
Di – Fr 11 – 13 + 14 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr
www.rehbein-galerie.de

 

Text aus der kunst:art 59

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