Das Spiel mit der Assoziation. – Frank Nitsche in der Kunstsammlung Neubrandenburg

14.12.2017 – 4.3.2018 | Kunstsammlung Neubrandenburg

Frank Nitsche, BIL-35-2017, 2017.

 

von Ninja Elisa Felske //

 

Seine Werke muten ein wenig an wie Konstruktionszeichnungen oder kartografische Skizzen; abstrakt, geometrisch und doch wecken sie – mal aus der Nähe, mal aus der Ferne – eine Erinnerung an Figuration. Mit grafisch-klaren Linien und kräftigen Farben dekonstruiert der Maler Frank Nitsche (*1964 in Görlitz) kompromisslos bestehende Zeichensysteme und überführt sie in originäre Codes. Oft in direktem Bezug auf eine Alltagskultur, die überladen bis überflutet ist von Bildern in allen Bereichen eines immer digitalisierteren Lebens, lässt er hybride Formen entstehen, die seinen Umgang mit dem Malgrund immer wieder neu verhandeln.

Sein Spiel mit der Assoziation des Betrachters, der nicht selten in Nitsches Abstraktionen futuristische Räume entstehen sieht, zeigt nun die Kunstsammlung Neubrandenburg. Sie widmet dem in Berlin lebenden Maler seine erste Einzelausstellung im Nordosten der Republik. Nitsche hat von 1988 bis 1995 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Professor Ralf Kerbach studiert. Auch international wurde er bereits häufig ausgestellt, und seine Werke sind in Sammlungen des Centre Georges Pompidou in Paris und der Tate Modern in London ebenso vertreten wie in namhaften Privatsammlungen, beispielsweise in der Sammlung Marx in Berlin und der Münchener Sammlung Goetz.

In dem historischen Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, das die Kunstsammlung beherbergt, ist ein einzigartiger Dialog zwischen der geometrischen Räumlichkeit des Gebäudes und den räumlichen Geometrien Nitsches zu erwarten.

 

Frank Nitsche
14.12.2017 – 4.3.2018, Kunstsammlung Neubrandenburg
Große Wollweberstr. 24, D-17033 Neubrandenburg
Tel.: +49-395-5551290
Mi + Fr 10 – 17 Uhr, Do 10 – 19 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt: 4 €, erm. 2 €
www.kunstsammlung-neubrandenburg.de

 

Text aus der kunst:art 59

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