Gesamtes Konvolut. – Georg Eisler im Rupertinum Salzburg

18.11.2017 – 8.4.2018 | Museum der Moderne Salzburg

Georg Eisler, Straßenkampf, 1982. Foto: Rainer Iglar. VG Bild-Kunst.

 

von Nadja Naumann //

 

Er war der Maler, von dem sich berühmte Künstler und Intellektuelle ausgesprochen gern porträtieren ließen, was ihn wiederum bekannt machte: Georg Eisler. Seine Werke hängen in der Albertina in Wien, den Uffizien in Florenz, der National Portrait Gallery und dem British Museum in London. Georg Eisler (1928 – 1998) war der Sohn des in Leipzig geborenen Komponisten Hanns Eisler. Seine Mutter Charlotte war Sängern und er wuchs im Exil in Moskau, Prag und Großbritannien auf. Er besuchte verschiedene Kunstschulen und erhielt Privatunterricht bei Oskar Kokoschka in London. Eisler kehrte Ende des Zweiten Weltkriegs als einer der wenigen Künstler in seine Heimatstadt Wien zurück. Von 1968 bis 1972 war er Präsident der Wiener Secession.

Anlässlich einer großzügigen Schenkung des Georg und Alice Eisler-Stiftungsfonds für bildende Künstler und Komponisten würdigt das Museum der Moderne Salzburg den Künstler mit einer Einzelausstellung. Hauptsujet Eislers war der Mensch. Auf der einen Seite sind es seine hervorragenden Porträts und auf der anderen der Mensch in der Masse. Der Wiener malte und zeichnete Menschen als gehetzte Fußgänger, Marktbesucher, genervte U-Bahn-Fahrer, Kaffeehausbesucher oder unbemerkte Zuschauer in Nachtclubs und Bars. Eine große Faszination übten öffentliche Demonstrationen auf ihn aus, und er sympathisierte mit den Protestierenden. In realistischen Bildern hinterfragte Eisler seine Umwelt kritisch und zeigte Widersprüche auf, um sie in unser Bewusstsein zu bringen.

 

Georg Eisler
18.11.2017 – 8.4.2018, Museum der Moderne Salzburg
Rupertinum, Wiener-Philharmoniker-Gasse 9, A-5020 Salzburg
Tel.: +43-662-842220451
Di – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr
Eintritt: 12 €, erm. 8 €
www.museumdermoderne.at

 

Text aus der kunst:art 58

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