BRAFA Art Fair 2019 – The first art fair on your agenda

BRAFA ART FAIR Brüssel | 26. Januar - 3. Februar 2019

General View BRAFA 2018 © Franck Saada

Auch mit Exponaten und Verkaufsstücken aus längst vergangenen Zeiten kann man mit einer Messe dem Stempel des Altbackenen entkommen und am Puls der Zeit und – wichtiger noch – am Herz der Sammler agieren. Die Veranstalter der BRAFA, die im kommenden Jahr zum 64. Mal stattfindet, nehmen die Herausforderung das Publikum jedes Jahr aufs Neue zu überraschen immer wieder gerne an und folgen dabei einem Credo, das sich gleichermaßen aus den Idealen Qualität, Geselligkeit und Eklektizismus zusammensetzt.

Lucio Fontana, Concetto Spaziale, Attese, 1960, Wasserfarbe auf Leinwand, 27 x 19 cm, auf der Rückseite signiert und betitelt mit „l. Fontana“, Provenienz: Privatsammlung Paris; Privatsammlung Mailand; Sotheby’s, London, 27. Juni 1996, Lot-Nr. 175; Privatsammlung, Sweden, Erwerb durch Samuel Vanhoegaerden Gallery © Samuel Vanhoegaerden Gallery.

Heraus kommt jährlich ein gemischtes Potpourri an herausragender, ungewöhnlicher und qualitativ hochwertiger Kunst aus 5.000 Jahren Geschichte – von der klassischen Archäologie bis hin zur Zeitgenössischen Kunst. Dafür sorgen die 133 Aussteller aus 16 Ländern, wovon fünf Galerien aus Deutschland anreisen – darunter die Galerie Eberwein mit Sitz in Göttingen und einer Dependance in Paris, die mit archäologischen und ägyptischen Stücken handelt, DIE GALERIE aus Frankfurt am Main, die mit Kunst des 20. Jahrhunderts eintreffen wird oder die Brenske Gallery aus München, die neben moderner Kunst auch russische wie griechische Ikonen im Gepäck haben wird. Allein 16 Galerien werden auf der BRAFA 2019 als Neulinge vor Ort sein und mitunter Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Arbeiten (Bowman Sculpture aus London, Großbritannien), Design des 20. Jahrhunderts (Morentz aus Waalrijk, Niederlande), Möbel, Kunstobjekte und Porzellan (Röbbig aus München, Deutschland) sowie Kunst des des Impressionismus, der Moderne und Gegenwart (Rosenberg & Co. aus New York, USA und Simon Studer Art Associés aus Genf, Schweiz) präsentieren.

Baule Mask, Republic of Côte d’Ivoire, spätes 19. Jahrhundert, Holz und Pigmente, Höhe 33 cm, Provenienz: Collection André Derain, Paris; Collection Renou et Colle, Paris; private Sammlung, Rouen, 1975 © Didier Claes Gallery.

Für das konstante gehobene Niveau der Ausstellungs- und Verkaufsstücke sorgen auch die beiden Wiederkehrer aus Paris: Philippe Rapin von der Maison Rapin und Besitzer der extraordinären Möbelmarke Kam Tin, der ebenfalls Kunst des 20. Jahrhunderts, aber auch Gegenwartskunst und Design darbietet sowie Pierre Segoura, der Malerei, Zeichnungen, Kunstobjekte, antike Möbel und Fotografie im Angebot hat. So setzt sich die Ausstellerschar für die BRAFA 2019 aus etwa 100 eingefleischten Ausstellern und rund 10 % neuer Galerien zusammen und bedient auf diese Weise hervorragend ein Publikum, das sich vermehrt dem Cross-Collecting verschrieben hat und weit über die belgischen Landesgrenzen aus Deutschland, Niederlande Frankreich, Schweiz und Großbritannien anreist. Von der Insel reisen im Übrigen auch die Ehrengäste Gilbert & George an. Ihre großformatigen Fotomontagen – fünf an der Zahl – werden über die gesamte Ausstellungsfläche verteilt zu finden sein.

Gilbert & George – BEARD RAIDS, 2016; Mixed Media, 302 x 380 cm © Gilbert & George, White Cube and Albert Baronian.

Wem es neben all den Schätzen für die Augen nach etwas Input für die Ohren dürstet, der sollte einem der täglich um 16 Uhr stattfindenden BRAFA ART TALKS beiwohnen, bei denen etwa Vorträge über Pieter Bruegel, den Art Déco aus der ehemaligen Sowjetunion oder die Sammlerin Peggy Guggenheim stattfinden werden.

Nun brach die letzte BRAFA 2018 bereits ihre eigenen Rekorde mit rund 65.000 Besuchern, was einen 5%igen Anstieg im Vergleich zu 2017 verhieß, doch laut Messe-Team sei die Reputation wichtiger als ein Besucheransturm. Die BRAFA sieht sich schon eine Weile nicht mehr als die kleine Schwester der TEFAF, sondern sind unlängst zu einer gänzlich eigenen Messe herangewachsen, die – zu Recht – keine Konkurrenzängste verspürt. Die medien-, epochen- und stilübergreifende Exposition potenziert schließlich die gezeigte Vielfalt an Ausstellungsstücken auf gekonnt eklektische Weise.

 

BRAFA Art Fair
26. Januar bis 3. Februar 2019 in Brüssel
Tour & Taxis, Avenue du Port 88, 1000 Brüssel

Weitere Informationen: http://www.brafa.art

Die Recherche erfolgte im Rahmen der October Press Tour 2018.