Stilwechsel

24.8. – 24.11.2019 | Skulpturenpark Waldfrieden

Joan Miró, Téte, 1974 (© Successió Miró, ADAGP, Paris and DACS, London 2012. Court. Yorkshire Sculpture Park. Foto ® Jonty Wilde)

Der spanische Künstler Joan Miró (1893–1983) vollzog in den 1920er Jahren einen Stilwechsel, in dem er sich der Beeinflussung des Dadaismus und des Surrealismus entzog und sich der Klassischen Moderne zuwandte. Das Verlassen der Darstellung gegenständlicher Kunst sollte ihn im Laufe seines Schaffens zu einem der populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts machen. Bis heute erfreuen sich seine Arbeiten großer Beliebtheit, denn trotz der Abstraktheit strahlen seine Werke in ihrer Leichtigkeit einen ungebrochenen Zauber aus.

1956 verlegte der katalanische Künstler seinen festen Wohnsitz nach Mallorca und erfüllte sich einen lang gehegten Traum, den von einem großzügigen Atelier. In den folgenden Jahren wandte er sich verstärkt der Bildhauerei zu. Im Skulpturenpark Waldfrieden sind jetzt zehn seiner zum Teil großformatigen Arbeiten zu sehen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Yorkshire Sculpture Park und der Successió Miró.

Mirós Skulpturen so geballt sehen zu können, ist etwas Besonderes. Für den Kunstliebhaber ist die Schau eine Offenbarung, denn man kann sich viel Zeit nehmen, um in die Formensprache des genialen Künstlers eintauchen zu können. Ein exzellenter Kunstgenuss ist also garantiert.
Der Skulpturenpark Waldfrieden wurde von dem in Wuppertal lebenden britischen Bildhauer Tony Cragg privat gegründet. 2006 erwarb er das verwaiste Anwesen Waldfrieden und 2008 wurde der Skulpturenpark in der Trägerschaft einer gemeinnützigen Stiftung der Familie Cragg eröffnet.

Joan Miró. Skulpturen
24.8. – 24.11.2019
Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstr. 12
D-42285 Wuppertal
Tel.: +49-202-47898120
Di – So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 12 €, erm. 9 €
www.skulpturenpark-waldfrieden.de

Text: Nadja Naumann
Bild: Skulpturenpark Waldfrieden
Erstveröffentlichung in kunst:art 69