Unbekannt

30.8. – 08.12.2019 | Kunsthaus Zürich

Hans Marsilius Purrmann, Matisse posiert in seinem Atelier, 1900–1903 (Archives Henri Matisse, Issy-les-Moulineaux)

Neben Pablo Picasso zählt Henri Matisse (1869–1954) zu den bedeutendsten und wichtigsten Vertretern der Klassischen Moderne. „Ich modelliere ebenso gerne wie ich male – ich habe da keine Vorliebe“, so Matisse 1912. Der Künstler ist vor allem bekannt für seine farbigen Gemälde und Papiers découpés. Weniger bekannt ist hingegen, dass Henri Matisse auch ein sehr großer Bildhauer war. Davon kann man sich jetzt in Zürich überzeugen, denn seine Plastiken gehören zu den Meilensteinen der Moderne. In der Ausstellung wird erstmals das plastische Werk in den Kontext seines Schaffensprozesses gesetzt. Im Zentrum der Schau steht in erster Linie die künstlerische Methode, die Matisse bei fast allen seiner wichtigsten Plastiken anwendete. Von einer naturalistisch anmutenden Gestaltung abstrahierte er seine Figuren immer stärker in Richtung einer radikalen Stilisierung.

Wie in einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Natur- zu einer Kunstform. Der Prozess der Verwandlung lässt sich parallel in seinem malerischen und zeichnerischen Werk finden. Diese Wechselwirkung wird in der Ausstellung in Beziehung gesetzt. Im großen Kunstsaal des Kunsthaus Zürich präsentiert die Schau die künstlerische Methode von Henri Matisse, die von Reproduktionen historischer Fotografien, Musik und Filmen begleitet wird. Die Inspirationsquellen des Künstlers wie Aktfotografien, afrikanische und antike Vorbilder runden die Schau ab. Anschließend ist die Ausstellung im Musée Matisse in Nizza zu sehen.

Matisse. Metamorphosen
Meilenstein in der Skulptur der Moderne
30.8. – 08.12.2019
Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich
Tel.: +41-44-2538484
Di – So 10 – 18 Uhr, Mi + Do 10 – 20 Uhr
Eintritt:  23 CHF, erm. 18 CHF
www.kunsthaus.ch

Text: Nadja Naumann
Bild: Kunsthaus Zürich
Erstveröffentlichung in kunst:art 69