Die Macht der Bergwelt

31.1. – 24.5.2020 | Belvedere 21

Herbert Brandl, Ohne Titel, 2001 (Court. Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien, Foto M. Wörgötter)
Einer der wichtigsten und bekanntesten lebenden Künstler Österreichs ist der Maler Herbert Brandl (*1959). Der gebürtige Grazer hat in Wien an der Hochschule für angewandte Kunst unter anderem bei Peter Weibel studiert. 1992 nahm er an der documenta IX teil und 2007 im österreichischen Pavillon an der Biennale in Venedig. Seit 2004 ist er an der renommierten Akademie Düsseldorf Professor.

Mit seiner expressiven Malerei war die Natur schon immer ein wichtiges Motiv für Herbert Brandl. Doch seit etwa zwanzig Jahren rückt die Bergwelt immer stärker in den Fokus des Künstlers. Die mit schnellem Pinsel grob gezogenen Striche geben recht eindrucksvoll das Bedrohliche der verschneiten Bergwelt wieder. Doch Brandl beschränkt sich nicht auf einen Archetypen des Berges, den er etwa immer aufs Neue wiederholen würde, sondern er experimentiert mit unterschiedlichen Formaten und Techniken. Dabei entsteht ein Œuvre, das so reichhaltig wie die Bergwelt ist.

Im Kunsthaus Graz und im Grazer Künstlerhaus werden ab Mitte des Jahres zwei weitere Ausstellungen präsentiert, die den Überblick über das Schaffen von Herbert Brandl zumindest in Ansätzen komplettieren. Dabei handelt es sich um Ausstellungen, die andere Schwerpunkte setzen und ganz andere Werke des Künstlers zeigen. Alle drei Ausstellungen werden eigene Kataloge herausgeben, die gemeinsam einen guten Überblick über das abwechslungsreiche Werk Herbert Brandls bis in die Gegenwart geben.

Herbert Brandl. Exposed to Painting
31.1. – 24.5.2020
Belvedere 21
Arsenalstr. 1
A-1030 Wien
Tel.: +43-1-795570
Di – So 11 – 18 Uhr, Do + Fr 11 – 21 Uhr
Eintritt: 9 €, erm. 7 €
www.belvedere.at

Text: Christian Corvin
Bild: Belvedere 21
Erstveröffentlichung in kunst:art 71