Visuelle Musikgeschichte

19.1. – 3.5.2020 | Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

The Beatles, bei den Aufnahmen zu Abbey Road, London 1968 ( © Paul McCartney/Fotografin L. McCartney/Court. Sammlung Reichelt und Brockmann )

Mit Jim Morrison erkundete sie Chinatown, sie kaufte mit Janis Joplin Erdnussbutter und Jimi Hendrix stattete ihr Überraschungsbesuche ab … Sie kannte sie alle. Auch die Beatles traf sie und damit ihren späteren Ehemann Paul. Als die Amerikanerin Linda Eastman (1941–1998) Mitte der 1960er Jahre beginnt zu fotografieren, besucht sie eine Promotionparty der Rolling Stones – der rasante Beginn einer ungewöhnlichen Karriere.

In der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen wird ihre tragende Rolle im Bildgedächtnis der musikalisch einzigartigen Sixties aufgefächert; mit natürlicher Unmittelbarkeit näherte sie sich heutigen Legenden wie Nico und Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, The Doors, Aretha Franklin, The Who oder Bob Dylan. Sie beobachtete und dokumentierte die Entstehung des ikonischen Plattencovers für das Beatles-Album „Abbey Road“ ebenso wie intime Momente aus dem Familienleben der McCartneys.

Begleitend untersucht die Ausstellung neue Kunst- und Designtendenzen jener Musikepoche, wie sie beispielsweise in Covergestaltungen der Rolling Stones, Beatles und Pink Floyd zu beobachten waren, ein passend konzipierter Soundwalk macht die Musik dieses Jahrzehnts erlebbar.

Aus der Sammlung Ina Brockmann und Peter Reichelt, die sie um 1990 mit Linda McCartney selbst zusammenstellten, wurde diese Schau entwickelt – sie enthält auch experimentellere Werkgruppen wie ihre „Roadworks“, Reiseeindrücke, und die „Sunprints“, sonnenbelichtete Fotos, und zeigt somit diverse künstlerische Facetten jener sensiblen Beobachterin einer vibrierenden Ära der Musikgeschichte.

Fotografin unter Musikern. Linda McCartney – The Sixties and more
19.1. – 3.5.2020
Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
D-46049 Oberhausen
Tel.: +49-208-4124928
Di – So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 8 €, erm. 4 €
www.ludwiggalerie.de

Text: Ninja Elisa Felske
Bild: Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
Erstveröffentlichung in kunst:art 71