Sammlung Baechle

20.11.2020 – 21.3.2021 | Museum Wiesbaden

Carl Morgenstern, Pont du Gard Nimes, 1841

Jan und Friederike Baechle umschrieben selbst ihre Sammlung mit „klein aber fein“. Ihre über die Jahrzehnte behutsam aufgebaute Sammlung, in deren Mittelpunkt das 19. Jahrhundert stand, hat nicht den Anspruch, ein eigenes Museum zu füllen. Die Künstler der 27 Werke weisen auf markante Positionen der Kunst jener Zeit hin. Die testamentarische Schenkung ist eine ideale Ergänzung für den vorhandenen Bestand des Museums. Dementsprechend werden die Werke gemeinsam mit ausgewählten Arbeiten des 19. Jahrhunderts aus dem Museum im Bereich der „Alten Meister“ gezeigt. Die Schenkung der Sammlung Baechle darf als ein weiterer Glücksfall im Zusammenhang einer geplanten „Galerie des 19. Jahrhunderts“ für das Museum Wiesbaden angesehen werden. In der Sammlung Baechle befinden sich zwei bedeutende Arbeiten von Ernst Wilhelm Nay (1902–1968).

Jan Baechle, der im Dezember seinen 80. Geburtstag feiert, nimmt diesen zum Anlass, seine private Kunstsammlung dem Museum Wiesbaden zu vermachen. Seine Frau Friederike starb im Juni 2019. Vor allem die Werke der Kronberger Malerkolonie hatten es dem Paar angetan. Mit einem Bild von Wilhelm Steinhausen, das in Baechles Elternhaus hing, fing die Liebe zur Malerei des 19. Jahrhunderts an. Als der Vater das Bild verkaufen musste, machte es sich der Sohn zum Ziel, es irgendwann zurückzukaufen. Doch der Kunsthändler hatte es bereits veräußert und bot ihm andere Bilder aus der Epoche an. Seine Wahl fiel auf eine Ansicht von Kronberg des Malers Fritz Wucherer.

 

Exquisit. Kunst des 19. Jahrhunderts
20.11.2020 – 21.3.2021
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden
Tel.: +49-611-3352250
Di + Do 10 – 20 Uhr, Mi + Fr 10 – 17 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 7 €
www.museum-wiesbaden.de

Text: Nadja Naumann
Bild: Museum Wiesbaden
Erstveröffentlichung in kunst:art 76