(Post-)Europa?

3.10.2020 – 31.1.2021 | Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Peter Weibel, Polster, aus der Serie: Scanned Objects, 1991, ZKM, Technisches Konzept Manuel Weber, Softwareentwicklung Nikolaus Völzow, Foto Uwe Moosburger, www.altrostudio.de

Die Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie ehrt den Lovis-Corinth-Preisträger 2020 Peter Weibel. 64 Werke, darunter Fotografien, Skulpturen, Videos, Videoinstallationen, Interaktive Soundinstallationen und Installationen mit Augmented-Reality-Visualisierung stellen zumeist kritische Fragen zum Thema Europa. Die Schau ist dazu angelegt, dem Betrachter einen Überblick über Weibels Schaffen seit den 60er-Jahren zu geben.

Sein Laudator Bazon Brock bezeichnet ihn als „Zentralfigur der gegenwärtig möglichen Synthese von Schöpfung und Arbeit, von Dichten und Denken, von Heiterkeit und Tiefe, von Freiheit und Notwendigkeit“. International ist Weibel als post-konzeptueller Künstler anerkannt.
Er ist ein Multitalent mit einer klaren politischen Meinung. Er sieht Europa, speziell die Einführung des Euro kritisch, hinterfragt, wieso es eine Wirtschaftsunion, jedoch keine Kulturunion gibt. Wann war Europa verloren? Driften wir endgültig nach rechts ab? Er kann das Land nicht retten, aber er kann Dinge sichtbar machen mithilfe seiner Werke.

Der gebürtige Ukrainer wuchs in Österreich zumeist in Internaten auf, seine verschiedenen Studiengänge hat er nie beendet. Dennoch stellt sich der Erfolg bald ein. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang, ebenso die Liste der Universitäten, an denen er gelehrt hat oder lehrt. Weibel behauptete sich nicht nur als Künstler, Dozent, Kunsttheoretiker, sondern auch als Kurator, wobei sein Fokus auf den Neuen Medien liegt.

 

Peter Weibel. (Post-)Europa? Lovis-Corinth-Preis 2020
3.10.2020 – 31.1.2021
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Str. 5
D-93049 Regensburg
Tel.: +49-941-297140
Di – So 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 4 €
www.kunstforum.net

Text: Liane Wendt
Bild: Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Erstveröffentlichung in kunst:art 76