Revolution in Form und Farbe

4.12.2020 – 28.2.2021 | Galerie Stihl Waiblingen

Käthe Kollwitz, Mutterglück, 1931, © Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen, Foto Jürgen Spiler

Mit „Im Rausch der Zeit. Expressionismus von Kollwitz bis Klee“ widmet die Galerie Stihl der Stadt Waiblingen ihre nächste Ausstellung einer künstlerischen Revolution. Erstmals wenden sich die Kunstschaffenden ab vom Naturalismus und dem Abbilden des Schönen wie im Impressionismus oder dem Art déco.

Form und Farbe wird Ausdruck des Existenziellen. Das subjektive Erlebnis überwiegt in der Darstellung. Die Widersprüche einer Epoche zwischen arm und reich, zwischen Schwelgen und Verzweiflung, zwischen Ästhetik und wirklichem Erleben, zwischen bürgerlichen Normen und ehrlichem Gefühl finden ihre Sprache in den Darstellungen.

Mit hundert Druckgrafiken von 29 Künstlern und Künstlerinnen spannt die Ausstellung einen Bogen von 1893 bis 1962. „Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Mensch – als fühlendes, leidendes und hoffendes Wesen.“ Der erste Teil der Schau widmet sich der Künstlergruppe „Brücke“ mit ihren Hauptvertretern Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff und deren Motiven Akt, Varieté, Landschaft und Großstadt. Mit einem Konvolut von Käthe Kollwitz und Werken von Max Beckmann, Otto Dix und George Grosz liegt ein zweiter Schwerpunkt der Schau auf kritischen Positionen, welche die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der 1920er Jahre widerspiegeln. Mit einer stärker symbolhaften Bildsprache leiten Paul Klee, August Macke und besonders Alfred Kubin über zum abstrakten Ausdruck eines Wassily Kandinsky und Wilhelm Morgner.

 

 

Im Rausch der Zeit. Expressionismus von Kollwitz bis Klee
4.12.2020 – 28.2.2021
Galerie Stihl Waiblingen
Weingärtner Vorstadt 12
D-71332 Waiblingen
Tel.: +49-7151-50011686
Di – So 11 Uhr – 18 Uhr, Do 20 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 4 €
www.galerie-stihl-waiblingen.de

Text: Liane Wendt
Bild: Galerie Stihl Waiblingen
Erstveröffentlichung in kunst:art 76