Die Entdeckung der Freiheit

4.4. – 24.8.2022 | Brücke-Museum

Erich Heckel, Am Teich, 1910

Aus dem Korsett ihrer Zeit auszubrechen, das versuchte die 1905 von den Architekturstudenten Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründete Künstlergruppe der Brücke über die Suche nach einer neuen Malweise. Inspiration dafür fanden sie ganz unweit von Dresden, an den Moritzburger Teichen, wo die Freikörperkultur und die Freiheit von zivilisatorischen Zwängen eine raschere Darstellung in Skizzen und Aquarellen befeuerte. Das Jahr 1910 wird dabei zu einem der prägendsten Jahre dieser Künstlergemeinschaft, auch weil die sich neu artikulierende Formensprache mit der Begegnung mit Modell und Muse Lina Franziska Fehrmann – „Fränzi“ – zusammenhängt, die sie ein Jahr zuvor kennen gelernt hatten und die 1910 ebenfalls in Moritzburg zur Gruppe hinzustieß.

Dem künstlerischen Höhepunkt rund um das prägende Jahr 1910 und seinen Einflussfaktoren geht die Ausstellung „1910. Brücke. Kunst und Leben“ im Brücke-Museum Berlin nach. Die Ausstellung ist nach „1913: Berlin“ (2018) der zweite Teil der dreiteiligen Reihe, welche die zentralen Jahre der Künstlergruppe in den Mittelpunkt stellt. Den Schlusspunkt soll die kulturgeschichtliche Untersuchung des Gründungsjahres 1905 darstellen. Diese Ausstellung ist für das Jahr 2024 geplant.

 

 

1910. Brücke. Kunst und Leben
4.4. – 24.8.2022
Brücke-Museum
Bussardsteig 9
D-14195 Berlin
Tel.: +49-30-83900860
Mo + Mi – So 11 – 17 Uhr
Eintritt: 8 €, erm. 5 €
www.bruecke-museum.de

Text: Karolina Wróbel
Bild: Brücke-Museum
Erstveröffentlichung in kunst:art 84