Solo

26.03.2022-02.10.2022 | Museum der Moderne Salzburg

Richard Kriesche, polaroid space, 1971

Selbstverständlich, man kann eine Ausstellung über Medienkunst von den 1970er-Jahren bis heute konzipieren und dazu Kunstwerke unterschiedlicher Künstler aus diesen gut fünfzig Jahren zusammensuchen. Das ist vielleicht die normale Herangehensweise, aber was ist im Zusammenhang mit Richard Kriesche (* 1940) schon „normal“? Bei Wikipedia, zugegeben eine zweifelhafte Quelle, steht: „Kriesche ist Medienkünstler und -theoretiker, Ausstellungsmacher, Kurator von Kunst- und Wissenschaftsausstellungen, Herausgeber von Kunstzeitschriften (pfirsich, pferscha), Galerist (poolerie) und Publizist. Seine künstlerischen Arbeitsfelder umfassen Fotokunst, Videokunst, Computerkunst, Netzkunst, Installationen, Performance und Multimediakunst.“ Daneben hatte Kriesche in den 1990er-Jahren Positionen in der Steiermärkischen Landesregierung (Wissenschaft, Kultur) inne.

Nun zeigt also das Museum der Moderne Salzburg mit Unterstützung von Joanneum Research eine Ausstellung, die die Medienkunst von den 1970er-Jahren bis heute einzig durch Positionen Richard Kriesches abdeckt und zusätzlich noch frühe konzeptuelle Malereien des Künstlers zeigt. Daneben werden in der Werkschau noch das Projekt „Ästhetik des Kapitals“, seine Beschäftigung mit Genetik und die Frage Kriesches nach dem Verhältnis zwischen Digitalisierung und Spiritualität dokumentiert. Das Joanneum, an der Ausstellung über Joanneum Research beteiligt, hat 2013 etwa sechzig Werke vom Künstler selbst erworben.

 

 

 

Richard Kriesche. a solo exhibition
bis zum 2.10.2022
Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32
A-5020 Salzburg
Tel.: +43-662-842220
Di – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 8,50 €
www.museumdermoderne.at

Text: Christian Corvin
Bild: Museum der Moderne Salzburg
Erstveröffentlichung in kunst:art 85