Junge Malerei

4.12.2022 – 16.4.2023 | Museum zu Allerheiligen

Jordan Madlon, deux sur face un geste, 2019

Das Museum zu Allerheiligen Schaffhausen und das Kunstmuseum Singen hinterfragen in ihrer neuen Ausstellung, wie es um die Malerei in Süddeutschland und der Deutschschweiz steht. Die Ausstellung geht der Frage nach, welche neuen Einflüsse und Tendenzen sich derzeit ausmachen lassen. Wie gehen die Künstler mit den Themen unserer Zeit um, die uns bewegen und beeinflussen? Ein Aspekt, der im Grunde genommen schon immer in der Malerei anzutreffen ist. Die Frage bleibt hingegen: wie kritisch die Künstler mit den politischen Themen der Gegenwart in ihren Arbeiten umgehen. Spannend ist ebenfalls die Frage, welchen Einfluss kunsthistorische Strömungen haben und wie sie neu interpretiert werden oder Pate stehen.

„Ohne Titel“, der Titel der umfassenden Schau, ist ganz bewusst so gewählt worden, da es nicht unüblich ist, dass damit ein Künstler sein Werk benennt. Unvoreingenommen soll der Betrachter den Kunstwerken begegnen. Wobei der Versuch, ein Kunstwerk der Voreingenommenheit zu entziehen, auch für Verwirrung sorgen kann. Die Schau behält sich aber auf diese Weise eine wertungsfreie Annäherung in dieser grenzüberschreitenden Bestandsaufnahme vor. Der Besucher soll sich selbst darüber informieren können, wie es um die Ideen junger Kunstschaffender steht. Bis heute hat die Malerei an ihrer Faszination nichts verloren. Im Gegenteil, sie ist vielfältiger geworden. Ein Umstand ist zu berücksichtigen: Die Malerei wird auch von der Digitalisierung der Gesellschaft beeinflusst.

Ohne Titel. Junge Malerei aus Süddeutschland und der Deutschschweiz
4.12.2022 – 16.4.2023
Museum zu Allerheiligen
Klosterstr. 16
CH-8200 Schaffhausen
Tel.: +41-52-6330777
Di – So 11 – 17 Uhr
Eintritt: 12 CHF, erm. 9 CHF
www.allerheiligen.ch

Text: Nadja Naumann
Bild: Museum zu Allerheiligen
Erstveröffentlichung in kunst:art 88