
Arbeiten aus Papier
Seit 2020 beschäftigt sich der Künstler Jürgen Wolff (* 1955) intensiv mit Papierschnitten. Dabei geht es ihm weniger um die reine Geometrie, sondern hauptsächlich um eine Dynamik der Zeichen. Es fasziniert ihn die Visualisierung, die für ihn in der künstlerischen Darstellung eine magische Wirkung hat, die sich aus der Perfektion genauer Abmessungen ergibt.
Jürgen Wolff, geboren im hessischen Urberach, studierte von 1977 bis 1980 an der Fachhochschule Frankfurt am Main Geodäsie. Bereits 1974 tauchte er ein in die Auseinandersetzung mit Symmetrien, Strukturen und Harmonien mit dem Ziel, sie zu visualisieren. Mit der Ausstellung „Serialität und Wahrnehmung“ steht bei Jürgen Wolff das Papier im Mittelpunkt und dessen unendliche Vielfalt. Ein wenig erinnern seine Arbeiten an die von Victor Vasarely (1906–1997), dessen Arbeiten bis heute begeistern. Allerdings geht es Jürgen Wolff nicht um eine optische Täuschung. Seine Arbeiten stehen für sich und die Geduld des Papiers bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Wie ein Chirurg arbeitet der Künstler damit und hier ist neben Präzision auch die Vision gefragt, die nur er kennt. Schneiden, Schichten und Wiederholen begleiten seinen Arbeitsprozess, der zu einem spannenden Ergebnis führt. Ja, man kann sie verstehen, die Begeisterung des Künstlers für das Papier. In seiner seriellen Arbeitsweise unterscheiden sich wiederkehrende Formen an minimalen Abweichungen, die dann in der Vollendung zu einem sehr verblüffenden Ergebnis führen. Eine Wohltat für das Auge.
Jürgen Wolff. Serialität und Wahrnehmung
12.9. – 28.11.2026
Galerie La Ligne
Voltastr. 88
CH-4056 Basel
Tel.: +41-43-2052829
Do – Fr 13 – 18 Uhr, Sa 12 – 17 Uhr
Eintritt frei
www.galerie-la-ligne.ch