Clifford HOLMEAD Phillips

19.2. – 7.5. | Von der Heydt-Kunsthalle

Mit der Retrospektive zum Werk des amerikanischen Malers Clifford HOLMEAD Phillips (1889-1975) möchte die Von der Heydt-Kunsthalle zur Wiederentdeckung dieses außergewöhnlichen Künstlers beitragen. Geboren in Pennsylvania, war HOLMEAD Zeit seines Lebens ein Wanderer zwischen den Welten und pendelte hin und her zwischen seiner Heimat und Europa. Sein Werk trägt Züge amerikanischer Tradition wie auch der europäischen Moderne und ist geprägt vom expressiven Realismus. Er selbst bezeichnete seinen Stil als „Crude Expressionism“: eigenwillig, scheinbar ungezähmt, ungehobelt, rau und voller Emotionen.

Zwischen den 1920er und den 1940er Jahren stand er vor dem internationalen Durchbruch; amerikanische und europäische Museen sowie bedeutende Galerien zeigten seine Gemälde. Doch die Eröffnung seiner Ausstellung „The Human Drama“ 1940 in Oslo wurde durch den Einmarsch deutscher Truppen verhindert, HOLMEAD kehrte nach Amerika zurück. 1956 ließ er sich jedoch endgültig in Brüssel nieder.

Nach einem Schlaganfall fand er ab 1966 neue schöpferische Kraft und entwickelte in seinem fulminanten Spätwerk das „Shorthand Painting“. Seine mit wenigen Spachtelstrichen entworfenen Charakterköpfe verblüffen in ihrer sarkastischen Anschaulichkeit. Im unerbittlichen Licht seiner Altersweisheit beobachtete HOLMEAD die verräterische menschliche Mimik und malte Figuren einer grotesken menschlichen Komödie.

Mit mehr als 100 Werken zeigt die Von der Heydt-Kunsthalle die ganze Bandbreite des künstlerischen Schaffens von HOLMEAD, von seinem Frühwerk, in dem ihn noch die Idylle des weiten Landes faszinierte, über die befremdlich realistischen Stadtansichten bis zu seinen Charakterköpfen, die dem abstrakten Expressionismus nahe stehen.

 

Text: Von der Heydt-Kunsthalle | Foto: Von der Heydt-Kunsthalle
Externer Link: Von der Heydt-Kunsthalle

 

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