Igshaan Adams im Mudam Luxemburg zeigt textile Kunst und Geschichte

10.2.2026 – 23.8.2026 | Mudam Luxembourg

Igshaan Adams, Ameen, 2018

Gewebte Hoffnung

Wenn man textile Kunst sieht, dann denkt man automatisch, dass es das Werk einer Künstlerin sei, da sich in Europa doch nur selten Künstler an dieses Material wagen. Ein Material, das viele Möglichkeiten bietet. Auf anderen Kontinenten, vor allem aber in Afrika, sieht das anders aus. Einerseits werden dort mehr Arbeiten mit Ton und Textil angefertigt als in unseren Breiten, andererseits arbeiten dort sehr viel mehr Männer auch mit Textil. So auch Igshaan Adams (* 1982) aus Kapstadt, der vom Teppich über textile Fragmente bis hin zu Installationen aus Stoff und Wolle seinen Ausdruck findet.

Igshaan Adams stammt aus Bonteheuwel in der Nähe von Kapstadt und lernte Kunst an der Ruth Prowse School of Art in Kapstadt. Neben zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen nahm er auch 2022 an der 59. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia teil. In zahlreichen Sammlungen sind seine Werke vertreten, so zum Beispiel in der des Guggenheim Museums in New York und in der Tate in London.

Die Ausstellung im Luxemburger Mudam soll man sich als einen „dicht umwobenen Zeitstrahl“ vorstellen, der die Arbeiten Adams’ chronologisch zeigt und in dem man die Geschichte und die Konflikte des Künstlers erkennen kann. In seiner Kindheit hat Igshaan Adams noch die letzten Jahre der Apartheid miterlebt, doch auch danach blieb die Gesellschaft gespalten. In seine Arbeit webt er sowohl gesellschaftliche Probleme ein als auch ganz persönliche Konflikte mit sich, seiner Religion und Sexualität.

Igshaan Adams. Between Then and Now
10.2 – 23.8.2026
Mudam Luxembourg
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg-Kirchberg
Tel.: +352-4537851
Di – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 21 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 7 €
www.mudam.com