Kunsthalle Emden zeigt 40 Jahre Sammlung und Expressionismus

Ab 26.4.2026 | Kunsthalle Emden

NN

Vom Teilen der Leidenschaft

Sicher ist beim Entstehen von Sammlungen (und daraus erwachsender) Museen immer ein gehörig Teil Leidenschaft mit im Spiel. Das gilt in ganz besonderer, sehr persönlicher Weise auch im vorliegenden Fall: Die Kunsthalle Emden entstand vor nun auch schon vierzig Jahren aus der privaten Sammlung von Henri und Eske Nannen. Stand am Beginn die aus den zeitgeschichtlichen wie persönlichen Bedingungen abgeleitete Begeisterung des Sammlerpaares für den deutschen Expressionismus, der Wunsch, dieser vordem vom nazistischen Ungeist verfemten Kunst ein neues Heimrecht zu geben, so erweiterte sich mit der Zeit der Fokus des Interesses wie der Sammlung.

Die Sonderschau „Bilder, die wir lieben“ führt in die frühen Jahre, stellt die Glanzstücke aus dem Umfeld des Blauen Reiters und der Brücke vor, deutet die weitere kunstgeschichtliche Entwicklung an mit Max Beckmanns prachtvollen „Quappi im grünen Jumper“ (1946) und leitet über zum kühnen Projekt eines ganz neuen Museums. Dieses wurde in seiner unaufgeregten und gediegenen Architektur zu einem Muster bürgerschaftlichen Engagements aus weiten Teilen der Gesellschaft und zählt heute zu den wichtigsten Kunstmuseen Norddeutschlands. Zum Sammlungskern hinzu kam später die Stiftung Otto van der Loo und heute kann die Emder Kunsthalle die deutsche Kunstentwicklung der vergangenen 150 Jahre schlüssig darstellen. Einen wesentlichen Beitrag bildete dabei das frühe Interesse der Nannens für die Kunst der DDR wie auch die Öffnung zur Gegenwart.

Bilder, die wir lieben. 40 Jahre Kunsthalle Emden
ab dem 26.4.2026
Kunsthalle Emden
Hinter dem Rahmen 13
D-26721 Emden
Tel.: +49-4921-975050
Di – Fr 10 – 17 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 7 €
www.kunsthalle-emden.de