
Brâncuși
Es ist ein Highlight des Jahres: In Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin eine große Werkschau des Bildhauers Brâncuși (1876–1957). Obgleich der in Rumänien geborene und aufgewachsene Künstler als einer der bedeutendsten Bildhauer der Moderne gilt, waren seine Anfänge in der Heimat recht konventionell und unauffällig. Erst mit seinem Umzug in die Weltmetropole Paris 1907 wandelte er sich und erfand einen komplett eigenen Stil: Organisch, glatt und aufs Wesentlichste reduziert. Mit seinem Werk wurde er einer der Gründungsväter einer abstrakten Formensprache in der Bildhauerei.
In Deutschland sind Brâncuși -Ausstellungen selten. Es gab in den 1980ern bis 2010 einige Ausstellungen über Brancusi als Fotografen (zum Beispiel 2010 im Frankfurter Weltkulturen Museum: Constantin Brâncuși. Der Bildhauer als Fotograf), doch eine Ausstellung seiner Skulpturen als Werkschau liegt gut 44 Jahre zurück und wurde 1982 vom Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museum gezeigt. Höchste Zeit also, dass er wieder mit einer großen Ausstellung zu sehen ist. Erstmals außerhalb von Paris wird das Atelier von Brâncuși in einer Teilrekonstruktion in Berlin zu sehen sein. Daneben werden auch Schlüsselwerke wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“, „Schlummernde Muse“ und „Unendliche Säule“ in der Neuen Nationalgalerie gezeigt. Insgesamt werden mehr als 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Filme aus dem Centre Pompidou und aus anderen Sammlungen zu sehen sein.
Brâncuși
20.3. – 9.8.2026
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Str. 50
D-10785 Berlin
Tel.: +49-30-266424242
Di – So 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: 20 €, er. 10 €
www.neue-nationalgalerie.de