Der Zustand unseres Planeten

6.9.2020 – 3.1.2021 | Aargauer Kunsthaus

Julian Charrière, The Blue Fossil Entropic Stories I, 2013

So langsam sollte auch dem vehementesten Leugner der Erderwärmung klar geworden sein, dass es um den Zustand der Erde nicht gut bestellt ist. Das Klima erwärmt sich immer mehr, in vielen Gemeinden wird in den Sommermonaten das Wasser knapp, weil die Grundwasserspiegel sinken und trotz Starkregen zu wenig Regen auf die Erde niederprasselt.

Der Westschweizer Konzeptkünstler Julian Charrière hat sich aufgemacht, um an einigen der unwirtlichsten Orten eine Bestandsaufnahme unseres Planeten zu machen und gleichzeitig eine Reise in die erdgeschichtliche Vergangenheit zu unternehmen. Seine Reisen führten ihn in die Antarktis, nach Grönland und Island, aber auch auf den Rhône- und Aletschgletscher sowie auf den Mont Blanc. Die Ergebnisse präsentiert er in einem filmischen Beitrag, den er bereits 2017 begonnen hat.

Im Zentrum der Ausstellung steht der Film“Towards No Earthly Pole“, darüber hinaus kann man sich aber auch über die Vegetation aus prähistorischer Zeit informieren, gefrorene Pflanzen werden in einer gekühlten Vitrine präsentiert. Nachdenklich stimmen die mit Schleifpapier abgeschliffenen Globen, die einem, je nach Farbe, ein anderes Erdklima suggerieren.

Julian Charrière bewegt sich mit seinen Arbeiten zwischen Kunst und Wissenschaft. In der Ausstellung werden verschiedene Bereiche seines Schaffens zu sehen sein, darunter Fotografie, Installationen, Objekt und Skulptur. In seiner Wahlheimat Berlin nahm er an dem Projekt „Institut für Raumexperimente“ teil, das von Olafur Eliasson geleitet wurde. Eine gemeinsame Arbeit mit Julius von Bismarck war „Some Pigeons Are More Equal Than Others“.

 

 

Julian Charrière. Towards No Earthly Pole
6.9.2020 – 3.1.2021
Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz
CH-5001 Aarau
Tel.: +41-62-8352330
Di – So 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: 12 CHF, erm. 5 – 7 CHF
www.aargauerkunsthaus.ch

Text: Karin Gerwens
Bild: Aargauer Kunsthaus
Erstveröffentlichung in kunst:art 75