
Inspiration Kirchner
Sie liebt Filme, besonders auch den deutschen impressionistischen Film. Filme sind auch eine der Inspirationsquellen, auf denen die Malerei von Amrita Dhillon fußt, doch sind es hier auch die Maler jener Strömung, allen voran Ernst Ludwig Kirchner. Er war, wie sie in einem Interview gesagt hat, auch einer der ausschlaggebenden Gründe, aus denen die in Neu-Delhi geborene Künstlerin nach Berlin gekommen ist. Während ihres Studiums am New Yorker Bard College lernte sie Kirchners Werke kennen und und bald folgte sie dem daraus resultierenden Drang, nach Berlin zu ziehen. Dort setzte sie an der Universität der Künste ihr Studium fort und dort lebt und arbeitet sie weiterhin. Natürlich kommen viele weitere Einflüsse hinzu, die ihren Stil mitgeformt haben, doch sind diese Grundsätze in ihren Gemälden sichtbar, zuletzt ergänzt durch Eindrücke aus ihrer indischen Heimat.
Die in Bollywood-Produktionen zuweilen kaschierten oder ganz verneinten Kämpfe, die insbesondere Frauenfiguren in den Filmen und wohl auch in manchen in ihnen durchscheinenden Traditionen auszufechten haben, sind der Gefühlswelt der Expressionisten sicher nicht fremd. Amrita Dhillon arbeitet in Berlin daher an einem Ort, mit dem sie ein künstlerisch ergiebiges Ensemble bildet. Nach Ausstellungen in der Werkhalle Wiesenburg oder dem Tacheles und vielen weiteren Kunstorten der Hauptstadt zeigt die Galerie Tanya Leighton in ihren dortigen Räumen nun die Arbeit von Amrita Dhillon in einer Personale.
Amrita Dhillon
12.7. – 9.8.2025
Tanya Leighton Berlin
Kurfürstenstr. 24/25
D-10785 Berlin
Tel.: +49-30-21972220
Di – Fr 11 – 18 Uhr, Sa 13 – 18 Uhr
Eintritt frei
www.tanyaleighton.com
Text: Christian Hofmann
Bild: Tanya Leighton Berlin
Erstveröffentlichung in kunst:art 104





