Hans Hartung Ausstellung in Schwäbisch-Gmünd Galerie im Prediger

25.4.2026 – 27.9.2026 | Galerie im Prediger

Hans Hartung, T1945-1, 1945

Vermittler zweier Länder

Schwäbisch-Gmünd und die französische Partnerstadt Antibes feiern in diesem Jahr 50 Jahre Städtepartnerschaft. Hans Hartung (1904–1989) lebte die meiste Zeit seines Lebens in Antibes. Geboren wurde der Künstler in Leipzig. Durch eine Begegnung mit Wassiliy Kandinsky (1866–1944) gab er sein Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in Leipzig auf und studierte Malerei in Leipzig und Dresden. 1939 trat er der Fremdenlegion bei und wurde 1944 derart schwer verwundet, dass er ein Bein verlor. Zwei Jahre später erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Der Künstler gehört zu den wichtigsten Vertretern des Informel.

Gekennzeichnet von den Grausamkeiten des Krieges wurde er zeitlebens nie müde, sich für die freundschaftliche Annäherung von Frankreich und Deutschland einzusetzen. Das Stuttgarter Sammlerehepaar Ottomar und Greta Domnick hatte sich nach dem Krieg in Paris und seine Künstler verliebt. 1948 brachten sie mit einer Wanderausstellung abstrakte französische Malerei nach Deutschland. Erstmals werden aus dieser Sammlung Arbeiten von Hartung in der Galerie im Prediger präsentiert. Korrespondierende Werke stellte die Fondation Hartung-Bergmann aus Antibes zusammen. Hinzukommen Arbeiten, die bisher nirgendwo zu sehen waren. Die norwegische Malerin Anna-Eva Bergmann (1909–1987) ließ sich 1939 in seiner Abwesenheit von ihm scheiden. 1957 heiratete der Künstler sie erneut und die Ehe hielt dieses Mal. Hartung war ein Perfektionist, was die Idee und die Umsetzung betraf.

Hans Hartung und die deutsch-französische Freundschaft
25.4. – 27.9.2026
Galerie im Prediger
Johannisplatz 3
D-73525 Schwäbisch Gmünd
Tel.: +49-7171-6034130
Di – Fr 14 – 17 Uhr, Do 14 – 19 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
Eintritt frei
www.museum-galerie-fabrik.de