Die Tate Modern hat den britisch-ghanaischen Kurator Osei Bonsu zum ersten Jorge M. Pérez Senior Curator für internationale Kunst aus Afrika und der Diaspora ernannt. Die neu geschaffene Position wird durch eine Multimillionen-Dollar-Stiftung des Sammlers Jorge M. Pérez finanziert.
Bonsu arbeitet seit 2019 als Kurator für internationale Kunst bei der Tate und verantwortet derzeit die Ausstellung „Nigerian Modernism“, die erste große Schau zur modernen Kunst Nigerias in Großbritannien. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen „A World in Common: Contemporary African Photography“ sowie die Hyundai Commission für El Anatsui in der Turbine Hall. Der in London lebende Kurator studierte an der Central Saint Martins und am University College London, bevor er unter anderem bei der Saatchi Gallery und der Messe 1:54 Contemporary African Art Fair tätig war.
Die Position ist Teil einer umfassenden Schenkung der Familie Pérez, die neben der Stiftung auch 36 Kunstwerke von Künstlern wie El Anatsui, Yinka Shonibare und Malick Sidibé umfasst. Jorge M. Pérez, dessen Vermögen Forbes auf 2,6 Milliarden Dollar schätzt, ist Gründer des Immobilienkonzerns Related Group und Namensgeber des Pérez Art Museum Miami. Tate-Direktorin Maria Balshaw bezeichnete die Zuwendung als eine der wichtigsten in der Geschichte des Museums.

