Kulturminister Andreas Babler hat am Montagabend in Wien die Österreichischen Kunstpreise 2025 überreicht. Acht Preisträger in den Sparten Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik und Kulturinitiativen erhielten die mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung.
Die Zeremonie fand im Museum für angewandte Kunst statt, wo der Vizekanzler die Preise persönlich an die Geehrten übergab. Den Kunstpreis für Bildende Kunst erhielt Florian Pumhösl, der seit fast drei Jahrzehnten zu den international profiliertesten Künstlern Österreichs zählt und 2024 mit seiner Gestaltung der Medardo Rosso Retrospektive im mumok für Aufsehen sorgte. In der Sparte Musik wurde der burgenländische Trompeter Franz Hautzinger ausgezeichnet, der Jazz-Improvisation mit experimentellen Klängen verbindet. „Meine Musik ist sehr speziell und sehr anders“, sagte Hautzinger bei der Verleihung, „so einen großen Preis zu kriegen, hätte ich nicht gedacht.“
Weitere Preisträger sind der Experimentalfilmer Philipp Fleischmann, der als künstlerischer Leiter der Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film die Ausbildung in diesem Bereich prägt, sowie der Schriftsteller Hanno Millesi, den die Jury als virtuose Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur würdigte. Für ihre Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und experimentellen Spielkulturen erhielt die Medienkünstlerin Margarete Jahrmann die Auszeichnung. Das Grazer Theater im Bahnhof wurde für über 30 Jahre gesellschaftlich engagierter Bühnenarbeit geehrt, der steirische Kulturverein St. Ulrich im Greith für sein breit vernetztes Kulturprogramm seit 25 Jahren.
Der mit ebenfalls 20.000 Euro dotierte Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur ging an Claudia Cavallar, die für ihre Arbeit mit Interieurs und kleinen Maßstäben bekannt ist. Neben den Kunstpreisen wurden auch elf Outstanding Artist Awards in Höhe von je 10.000 Euro vergeben, darunter an das Wiener Theaterkollektiv DARUM, dessen Produktion „[EOL]. End of Life“ 2025 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war.

