Kunst direkt ins Postfach

Der kunst:letter – jeden Montag & Donnerstag

  • Ausstellungen
  • Kunstnews
  • Presseschau

Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.

Fast geschafft!

Wir haben Ihnen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink geschickt. Bitte klicken Sie auf den Link, um Ihre Anmeldung abzuschließen.

Keine E-Mail erhalten?Schauen Sie bitte auch in Ihren Spam-Ordner.

Louvre-Streik: Gewerkschaften stimmen für Fortsetzung

Die Beschäftigten des Pariser Louvre haben am Sonntag einstimmig für die Wiederaufnahme ihres Streiks gestimmt. Das Museum bleibt vorerst teilweise geöffnet, doch der Konflikt mit dem Kulturministerium spitzt sich zu.

Rund 350 Mitarbeiter versammelten sich am 5. Januar zu einer Vollversammlung und votierten geschlossen für die Fortsetzung des Streiks, den sie vor Weihnachten ausgesetzt hatten. Unter den Streikenden befinden sich erstmals nicht nur Aufsichts- und Empfangspersonal, sondern auch Wissenschaftler, Kuratoren und Verwaltungskräfte, was die Breite des Protests im größten Museum der Welt verdeutlicht.

Das Kulturministerium lehnte bei einem Treffen am selben Tag weitere Stellenschaffungen kategorisch ab und verwies auf Haushaltszwänge. Stattdessen schlug Paris vor, der Louvre solle seine Aktivitäten an die vorhandene Personalstärke anpassen. Die Gewerkschaften wiesen den Vorschlag als inakzeptabel zurück. CFDT-Sprecherin Valérie Baud erklärte nach dem Gespräch, man sei bei der Personalfrage auf eine Mauer gestoßen.

Museum nur eingeschränkt zugänglich

Während des Streiks öffnet der Louvre lediglich einen sogenannten Parcours chefs-d’œuvre, der nur die bekanntesten Werke wie die Mona Lisa, die Venus von Milo und die Nike von Samothrake umfasst. Alle übrigen Galerien bleiben geschlossen. Am Sonntag verzögerte sich die Öffnung um drei Stunden, da die Direktion zunächst den Ausgang der Vollversammlung abwarten musste.

Die Gewerkschaften fordern neben mindestens 200 neuen Stellen auch einen Stopp des umstrittenen Umbauprojekts Nouvelle Renaissance, für das 100 Millionen Euro an Planungskosten vorgesehen sind, während lediglich 15 Millionen Euro in die technische Wartung des maroden Gebäudes fließen sollen. Zudem verlangen sie die Rücknahme der Eintrittspreiserhöhung für Nicht-EU-Besucher, die am 14. Januar in Kraft tritt und den Preis von 22 auf 32 Euro anhebt.

Die Streikankündigung bleibt bestehen, auch wenn der Louvre am Mittwoch wieder vollständig öffnen konnte. Eine weitere Vollversammlung am Donnerstag soll über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Gewerkschaften machten deutlich, dass der Konflikt keineswegs beigelegt sei.

Anzeige
Anzeige