Der Maler Günther Brendel ist am 8. Januar im Alter von 96 Jahren in Berlin gestorben. Er war einer der meistbeschäftigten Künstler der DDR.
Brendel, der am 17. Januar 1930 im thüringischen Weida geboren wurde, starb nur neun Tage vor seinem 97. Geburtstag in einem Berliner Seniorenheim. Nach einem Studium in Weimar und Dresden wurde er 1969 zum Professor für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee berufen, wo er bis 1995 lehrte und die Sektion Bau- und Bildkunst leitete.
Sein bekanntestes Werk ist der rund 40 Meter lange Porzellanfries „Das Leben in der DDR“, den er 1964 für das Staatsratsgebäude in Ost-Berlin schuf und der noch heute in der European School of Management and Technology erhalten ist. Für seine Arbeiten erhielt Brendel 1971 den Nationalpreis der DDR. Mit 31 Werken ist er der am häufigsten vertretene Künstler im Kunstarchiv Beeskow, das die staatliche Auftragskunst der DDR verwahrt.
