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Nürnberg: Staatsschutz ermittelt nach Vandalismus an Menschenrechts-Ausstellung

Unbekannte haben zwei Banner der internationalen Wanderausstellung „Pictures for the Human Rights“ in Nürnberg gestohlen und ein drittes schwer beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf rassistische Motive.

Die Tat ereignete sich am Heinrich-Böll-Platz im Stadtteil Langwasser, wo die Open-Air-Schau seit dem 10. Dezember 2025 zu sehen ist. Wie das Menschenrechtsbüro der Stadt am Freitag anzeigte, wurden die Banner zu Artikel 21 und 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte entwendet, während das Werk zu Artikel 23 mit einschussähnlichen Beschädigungen versehen wurde. Die Markierungen treffen gezielt Gesicht und Hände der abgebildeten schwarzen Person, die einen Hilferuf in den Händen hält.

Oberbürgermeister Marcus König zeigte sich bestürzt: „Dass Vandalismus selbst vor dieser Ausstellung mit ihrer zutiefst humanistischen und friedensstiftenden Botschaft nicht Halt macht, bedrückt mich besonders.“ Angesichts der gezielten Beschädigung müsse man von rassistischen Motiven ausgehen.

Internationale Wanderausstellung seit 2019

Bei „Pictures for the Human Rights“ interpretieren 30 Künstlerinnen und Künstler aus zwölf Ländern jeweils einen der 30 Artikel der UN-Menschenrechtserklärung. Die 2019 von der Regensburger Künstlerin Barbara Wilmers-Hillenbrand initiierte Schau war bereits im UN-Hauptgebäude in New York und im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen, bevor sie nun bis zum 31. Juli 2026 an wechselnden Standorten in Nürnberg gezeigt wird. Die Stadt, die sich seit den 1990er-Jahren als „Stadt der Menschenrechte“ positioniert und 1995 das erste kommunale Menschenrechtsbüro Deutschlands einrichtete, fungiert als lokaler Kooperationspartner.

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