Der Chanel Culture Fund hat die Gewinner seines mit einer Million Euro dotierten Kunstpreises bekanntgegeben. Unter den zehn Preisträgern sind drei Künstler mit Berlin-Bezug.
Die dritte Ausgabe des Chanel Next Prize geht an zehn internationale Künstlerinnen und Künstler, die jeweils 100.000 Euro ungebundene Förderung sowie ein zweijähriges Mentoring-Programm erhalten. Die Bekanntgabe erfolgte am Sonntag in London, wobei die Auswahl ein breites Spektrum von Film über Malerei bis zu experimenteller Musik abdeckt.
Prominenteste Preisträgerin ist die indische Filmemacherin Payal Kapadia, deren Spielfilmdebüt „All We Imagine as Light“ 2024 den Grand Prix in Cannes gewann und für zwei Golden Globes nominiert wurde. Mit dem französischen Maler Pol Taburet, dessen Werke bereits in der Pinault Collection und der Boros Collection vertreten sind, gehört auch ein Vertreter der jüngeren europäischen Malerei zu den Gewinnern.
Berlin als Anziehungspunkt
Für die deutsche Kunstszene relevant: Der spanische Installationskünstler Álvaro Urbano, die chinesische Komponistin Pan Daijing und der nigerianische Klangkünstler Emeka Ogboh leben und arbeiten in Berlin. Urbano studierte bei Olafur Eliasson, Pan Daijing war 2024 für den Preis der Nationalgalerie nominiert, und Ogboh wurde durch seine Arbeiten bei der documenta 14 international bekannt.
Der 2021 gegründete Preis wird alle zwei Jahre vergeben und gilt mit seinem Gesamtvolumen von einer Million Euro als höchstdotierter aktiver Kunstpreis weltweit. Anders als bei klassischen Preisen erfolgt die Nominierung anonym durch ein internationales Beratergremium, eine öffentliche Bewerbung ist nicht möglich.
