
Graubünden im Fokus
Die Künstlerin Susan Hefuna wurde als Tochter eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter 1962 in Berlin geboren. Sie wuchs in Ägypten, Deutschland und Österreich auf. Die frühe Erfahrung mit verschiedenen Kulturen und Traditionen prägte sie und floss in ihre künstlerische Entwicklung ein. Susan Hefuna studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main und begann, sich mit geometrischen Formen, wie einem Fenstergitter (dem ägyptischen Maschrabiyya), auseinanderzusetzen. Daraus entstehen seit Anfang der 1990er-Jahre Arbeiten mit und aus Papier. Das Maschrabiyya ist bis heute eine immer wiederkehrende Inspirationsquelle für die Künstlerin, die mit ganz unterschiedlichen Medien arbeitet. Die Spannbreite reicht von Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Fotografien bis hin zu Video und Performance.
Für die Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur hat sich die Künstlerin auf den Kulturraum Graubünden und seine Beziehungen in die Welt konzentriert. Ihre Arbeitsweise bezieht die Reflexion von öffentlichen und privaten Räumen mit ein und folgt einer Interaktion. In dem daraus entstehenden Dialog geht sie direkt auf die Umgebung ein, die die Basis ihrer künstlerischen Arbeit ist. Der neue frische Blick auf Städte oder Landschaften eröffnet einen Raum für die Erzählung poetischer Geschichten, die mit ihnen in enger Verbindung stehen. Sie sind nicht losgelöst zu betrachten, sondern fügen sich ein. Damit wird die Vergangenheit bewahrt und eröffnet die Künstlerin neue Perspektiven für die Zukunft.
Susan Hefuna
21.2. – 26.7.2026
Bündner Kunstmuseum Chur
Bahnhofstr. 35
CH-7000 Chur
Tel.: +41-81-2572870
Di – So 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eintritt: 15 CHF, erm. 12 CHF
www.kunstmuseum.gr.ch