Ikonen-Museum Recklinghausen: Ausstellung zum Jubiläum

bis 8.11.2026 | Ikonen-Museum Recklinghausen

Unbekannter Ikonenmaler, Das Wunder des entführten Jungen (Randbild aus Hl. Georg mit Vita), Griechenland, 1806

Viten, Wunder und Legenden

Eine Ikone als das wahre Bild erhebt einen gewissen Anspruch auf Ewigkeit. Denn streng genommen darf an der Darstellung der Heiligen und der Wundergeschichten nichts geändert werden, es würde ja die Wahrheit verfälschen. Gerade mit dieser Kunst im Zeichen der Zeitlosigkeit beschäftigt sich nun eine Jubiläumsausstellung: Das Ikonen-Museum Recklinghausen feiert mit „Viten, Wunder und Legenden“ sein 70-jähriges Bestehen. Die Gründung ging zurück auf eine Ausstellung im Jahr 1955: Ikonen aus Privatbesitz stießen auf großes Interesse des Publikums. Anlass für Thomas Grochowiak, als Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen auch Leiter der Kunsthalle, 73 davon zu erwerben und damit den Grundstock für jenes Museum zu legen. Heute ist es mit über 5.000 Objekten im Inventar eines der wichtigsten seiner Art.

Die Jubiläumsausstellung beschränkt sich indessen auf 42 Exponate, davon 16 aus dem eigenen Bestand. Die weiteren kommen, man möchte fast eine Recklinghäuser Ikonen-Tradition erkennen, aus Privatsammlungen. Mit ihnen wird nicht nur das Sammeln dieser Kunst gefeiert. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Inspiration, die die Heiligenerzählungen mit ihren ewig gültigen Inhalten vermitteln können und vor allem, trotz der eingeschränkten künstlerischen Freiheit in ihrer Darstellung, auch die Inspiration, die Ikonen seit Jahrhunderten an Kreative vermitteln. Denn in ihrer Nachfolge entstanden die Historiengemälde der Alten Meister ebenso wie die Comics der jüngeren Vergangenheit.

Viten, Wunder und Legenden
bis zum 8.11.2026
Ikonen-Museum Recklinghausen
Kirchplatz 2a
D-45657 Recklinghausen
Tel.: +49-2361-501941
Di – So 11 – 18 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 3 €
www.ikonen-museum.com