
Zeitlose Gefährten
Wir sehen Wolken fast jeden Tag. Und wenn wir sie mal nicht sehen, bei besonders gutem Wetter im Sommer, wenn der Himmel ausnahmsweise mal wolkenfrei ist, dann fällt zumeist sogar ihre Abwesenheit auf. In der Malerei ist es ähnlich: Werden Motive im Freien dargestellt, so wird man mit großer Sicherheit auch Wolken sehen. Mal religiös aufgeladen, mal realistisch, mal romantisch und auch, insbesondere in zeitgenössischen Werken, mal mahnend. Wolken sind in der Kunst häufig zu sehen und selten ist ihre Darstellung dem Zufall überlassen. Sie sind zwar zumeist nur eine Kulisse, aber eine energiegeladene und bedeutungsschwere oder eine leichte und frische. Häufig sind es die Wolken, ist es der Himmel, der die Stimmung eines Bildes bestimmt.
Ihnen ist die Ausstellung „Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst“ in Erfurt gewidmet. Werke aus über 500 Jahren und von 47 verschiedenen Künstlern werden gezeigt. So findet man unter den vertretenen Künstlern Albrecht Dürer (1471–1528), Andreas Achenbach (1815–1910), Erich Heckel (1883–1970), Gerhard Richter (* 1932), Yoko Ono (* 1933) und noch viele weitere. Das Motiv des Himmels und der Wolken ist zeitlos. Es ändert sich zwar mit den Epochen und dem Stil, aber es war schon immer da und konnte sich der Betrachtung nie entziehen.
Die Ausstellung wurde bereits in Emden und in Bietigheim-Bissingen gezeigt, in Erfurt hat man nun die letzte Gelegenheit, diese spannende Themenausstellung zu besuchen.
Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst
bis zum 26.7.2026
Angermuseum Erfurt
Anger 18
D-99084 Erfurt
Tel.: +49-361-6551651
Di – So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 4 €
kunstmuseen.erfurt.de