
Kollwitz trifft Fotografie
Ausgangspunkt der Ausstellung „Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie“ ist der umfangreiche hauseigene Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz, aus dem nach fast vier Jahrzehnten erstmals wieder eine umfassende Schau zum Werk von Käthe Kollwitz (1867–1945) zusammengestellt wird. Präsentiert werden Zeichnungen sowie Radierungen, Lithografien und Holzschnitte aus den Jahren 1892 bis 1938. Bedeutende Werkzyklen wie „Ein Weberaufstand“ und „Bauernkrieg“ sowie Selbstbildnisse, Arbeiterporträts und Darstellungen von Müttern und Kindern werden durch Reliefs und Plastiken aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin ergänzt. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Fotoklasse von Heidi Specker an der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig. Studierende haben sich intensiv mit Kollwitz’ Bildwelt auseinandergesetzt und daraus eigene künstlerische Positionen entwickelt. Ihre Arbeiten greifen Themen wie Selbstdarstellung, Mutterschaft, Krieg, Gewalt und Protest auf und übertragen sie in die Gegenwart.
Kollwitz zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk ist geprägt von einer eindringlichen Bildsprache und einem tiefen humanistischen Interesse. Durch die Gegenüberstellung der berühmten Grafiken und Skulpturen von Käthe Kollwitz mit modernen fotografischen Positionen entsteht ein Dialog, der deutlich macht, dass die großen Fragen nach Empathie und gesellschaftlicher Verantwortung im 21. Jahrhundert nichts an Aktualität verloren haben.
Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie
7.5. – 30.8.2026
Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz
Theaterplatz 1
D-09111 Chemnitz
Tel.: +49-371-488-4424
Di, Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 14 – 21 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 6,50 €
www.kunstsammlungen-chemnitz.de