
Retrospektive
Es ist für die US-amerikanische Künstlerin Ruth Asawa (1926–2013) mit japanischen Wurzeln die erste Retrospektive in Europa, die die Fondation Beyeler in Kooperation mit dem San Francisco Museum of Modern Art und dem Museum of Modern Art in New York zeigt.
Ruth Asawa studierte von 1946 bis 1949 am legendären Black Mountain College bei Josef Albers (1888–1976), der in Deutschland am Bauhaus lehrte und 1933 in die USA floh. Von ihm lernte Ruth Asawa, mit alltäglichen Materialien zu arbeiten, wie mit Draht, und damit zu experimentieren. Das Werk der Künstlerin umfasst zudem Bronzeskulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälde und Arbeiten im öffentlichen Raum. Ab 1949 lebte und arbeitete sie in San Francisco und begann mit einer eindrucksvollen Werkgruppe von Drahtskulpturen. Begleitend entstanden in dieser Zeit Zeichnungen, die in keinem Zusammenhang mit den Skulpturen, sondern für sich stehen. Ab den späten 1960er-Jahren legte sie den Fokus des künstlerischen Schaffens auf öffentliche Auftragsarbeiten wie Brunnen, Wandbilder und Gedenkstätten. Ein wichtiges Anliegen der Künstlerin war, sich für die Kunsterziehung in der kalifornischen Küstenregion und darüber hinaus einzusetzen. Der Grund dafür war, dass sie eigentlich Kunstlehrerin werden wollte. Das College verweigerte ihr den Abschluss, weil sie nicht die Anstellung bekam, um die Praxiszeit nachweisen zu können. Der Abschluss wurde ihr 1998 überreicht, im Austausch für die Ehrendoktorwürde. Das College-Zeugnis war ihr wichtiger.
Ruth Asawa
18.10.2026 – 10.1.2027
Fondation Beyeler
Baselstr. 101
CH-4125 Riehen/Basel
Tel.: +41-61-6459700
Mo – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr
Eintritt: 25 CHF, erm. 20 CHF
www.fondationbeyeler.ch