Traum oder Albtraum

07.09.2021-23.01.2022 | Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Liliane Tomasko, Morpheus, 2018, Foto Brian Buckley

Träume gibt es in verschiedenen Formen: Tagträume, angenehme Träume oder Albträume. Mit dieser Thematik beschäftigt sich die in Zürich geborene und in New York und Bayern lebende Künstlerin Liliane Tomasko in ihrer Schau in Magdeburg. Der Gott der Träume Morpheus konnte sich in jede beliebige Gestalt verwandeln und in Träumen erscheinen. Im Volksmund hat sich bis heute der Morpheus als Sandmann erhalten, vermuten Forscher. Ganz so abwegig ist diese Vorstellung nicht. Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Werken mit den Zuständen des Wachens, Schlafens und Träumens, die sie auf Leinwand, Aluminium oder Papier verewigt. Sie hält die flüchtigen Momente zwischen den Zuständen fest. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen dem Bewusstsein und Unterbewusstsein.

Die zwischen 2018 und 2020 entstandenen Werke erzählen von den Gegensätzen Tag und Nacht, ein Tanz zwischen Licht und Dunkelheit. Im Lockdown im Frühjahr 2020 entstand die Serie „Hold on to yourself“, die sich mit der Pandemie und den Traumzuständen zwischen Hoffen und Bangen auseinandersetzt. Die Verwischung der Grenzen zwischen Wachen und Träumen spielt in den Arbeiten der Künstlerin die Hauptrolle in Form von gemalten farbigen Bändern und Streifen. Es sind nicht nur schöne Träume, die man betrachten kann. Das macht die Schau so sympathisch, denn jeden von uns beschäftigt im Traum sicher die ein oder andere unangenehme Sache und die ist mit dem Aufwachen vorbei. Der Optimismus behält in der Ausstellung die Oberhand.

 

 

 

Liliane Tomasko. Morpheus
07.09.2021-23.01.2022
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstr. 4-6
D-39104 Magdeburg
Tel.: +49-391-565020
Di – Fr 10 – 17 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 3 €
www.kunstmuseum-magdeburg.de

Text: Nadja Naumann‘
Bild: Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Erstveröffentlichung in kunst:art 82