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Ausstellung der Sammlung Grässlin

13.7.2025 – 31.3.2027 | Sammlung Grässlin

Manuel Ocampo, Tortas Imperiales (Imperial Slap), 2017
Manuel Ocampo, Tortas Imperiales (Imperial Slap), 2017

Pessimistisch?

Das Konzept der Sammlung Grässlin ist in seiner Kombination ziemlich einmalig: Es ist eine ganze Familie, die sammelt. Begonnen hat alles mit der ersten Generation in den 1970er-Jahren, mit Dieter und Anna Grässlin. Dann geht es weiter mit der zweiten Generation in den 1980er-Jahren, mit den Schwestern Bärbel und Sabine Grässlin und Karola Kraus, der Direktorin des Wiener mumok. Angekauft werden vor allem jeweils neue Positionen, die die Sammlung jung halten.

Die neue Ausstellung der Sammlung Grässlin ist von einem starken Pessimismus des Kurators Christian Malycha getragen. So schreibt er unter anderem in seinem Einleitungstext zur Ausstellung von „unserer aktuell nur schwerlich aushaltbaren Gegenwart“. Sicher, einiges rechtfertigt Sorge vor der Zukunft, und sicher, er findet am Ende noch etwas Hoffnung mit „Also es gibt noch etwas zu tun: »Arbeiten, bis alles geklärt ist«!“. Das klingt schon sehr deutsch: Alles ist hoffnungslos, aber wir arbeiten bis zum Untergang diszipliniert weiter!

Die Künstlerliste der diesen Sommer startenden Ausstellung lässt jedenfalls hoffen: Martin Kippenberger, Cosima von Bonin, Tobias Rehberger und viele mehr sind eine großartige Auswahl, wenngleich der Frauenanteil unter den Künstlern deutlich geringer ist als unter den Sammlerinnen. Eine Künstlerin und fünfzehn Künstler ist kein guter Schnitt, selbst wenn das thematisch gerechtfertigt sein mag. Immerhin befinden sich in der Sammlung noch einige sehr gute weibliche Positionen.

Im Land der Motive brennt kein Licht mehr
13.7.2025 – 31.3.2027
Sammlung Grässlin
Museumstr. 2
D-78112 St. Georgen
Tel.: +49-7724-9161805
Besichtigung im Rahmen eines geführten Rundgangs nach Vereinbarung.
Kosten: 15 € je Person, erm. 10 €
www.sammlung-graesslin.eu

Text: Christian Corvin
Bild: Sammlung Grässlin
Erstveröffentlichung in kunst:art 104

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