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British Museum sucht „Schatzjäger“ für gestohlene Antiquitäten

Das British Museum will einen Spezialisten einstellen, der die noch fehlenden Objekte aus dem Diebstahlskandal aufspüren soll. Von den rund 1.500 gestohlenen Stücken fehlt mehr als die Hälfte.

Das Londoner Museum bestätigte gegenüber der Times, dass ein dedizierter Experte das bestehende fünfköpfige Rückholungsteam verstärken soll, sobald die Finanzierung gesichert sei. Der Spezialist soll Händler, Auktionshäuser und Sammler weltweit kontaktieren, Archive durchforsten und mithilfe von KI-gestützter Bilderkennungssoftware nach den verschwundenen Objekten suchen.

Im August 2023 war bekannt geworden, dass der langjährige Kurator Peter Higgs über mindestens zehn Jahre hinweg antike Goldschmuckstücke, gravierte Edelsteine und Glasobjekte aus dem Depot entwendet und auf eBay verkauft haben soll. Das Museum entließ den 67-Jährigen wegen schweren Fehlverhaltens, eine strafrechtliche Anklage steht bislang aus. Higgs bestreitet die Vorwürfe.

Von den als fehlend identifizierten Objekten konnten bisher 654 Stück zurückgewonnen werden, darunter 290 Gemmen, die ein dänischer Händler dem Museum übergab, nachdem er den Betrug aufgedeckt hatte. Rund 850 Objekte bleiben verschollen. Besonders die Goldobjekte bereiten den Verantwortlichen Sorgen: Etwa 350 Stücke wurden ihrer Goldmonturen beraubt, das Edelmetall vermutlich eingeschmolzen.

Tom Harrison, Leiter der Abteilung für griechische und römische Altertümer, erklärte gegenüber der Times, man werde die Suche fortsetzen, bis er „in Rente oder unter der Erde“ sei. Die Hoffnung, weiteres Gold zu finden, bezeichnete er als „deprimierend gering“, doch gebe es immer wieder kleine Lichtblicke.

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