Ehrung eines Künstlers. 150 Jahre Emil Nolde in Seebüll

bis zum 30.11.2017 | Nolde Stiftung Seebüll

Emil Nolde, Hohe See - bewegte Wolken, 1948. © Nolde Stiftung Seebüll.

 

von Nadja Naumann //

 

Die 61. Jahresausstellung 2017 widmet die Nolde Stiftung Seebüll natürlich dem Künstler, der die moderne Kunst entscheidend mitgestaltet hat. Vor 150 Jahre wurde Hans Emil Hansen (1867 – 1956) in Nolde bei Buhrkall in Schleswig-Holstein geboren. Damals war der Ort bis 1920 preußisch und nach einer Volksabstimmung wurde er dänisch. Nach der Eheschließung mit seiner Frau Ada 1902 nahm er den Namen seines Geburtsortes an, und er behielt zeitlebens die dänische Staatsbürgerschaft.

In der Jubiläumsausstellung werden Arbeiten aus der frühen Schaffensphase bis hin zum Spätwerk gezeigt. So kann man als Besucher in seinen wunderbaren frühen Gartenbildern schwelgen, am turbulenten Berliner Gesellschaftsleben teilnehmen oder in seine eigenständigen Interpretationen der biblischen Geschichte eintauchen. Bis zum 30. November sind im Rahmen der Jubiläumsausstellung erstmals Arbeiten des britischen Bildhauers Henry Moore (1898 – 1986) im Garten von Seebüll zu sehen. Er ist der erste andere Künstler, der seit dem Bestehens des Hauses 1956 gezeigt wird. Auf eine sehr spannende Weise ergänzen sich die beiden Künstler, denn ihr Werk definiert jeweils die menschliche Figur. Während sich Moore immer mehr dem Abstrakten zuwandte, ist es Nolde gelungen, ein sehr weites Spektrum für sich als Künstler zu bewahren. Inhaltlich ist sein Gesamtwerk breit gefächert und bedient im Grunde genommen jeden Geschmack. Seine romantischen Blumensträuße sind mit nicht weniger Hingabe gemalt als seine Porträts.

 

61. Jahresausstellung 2017
150 Jahre Emil Nolde – Meisterwerke
Emil Nolde trifft Henry Moore
bis zum 30.11.2017, Nolde Stiftung Seebüll
Seebüll 31, D-25927 Neukirchen
Tel.: +49-4664-983930
täglich 10 – 18 Uhr
Eintritt: 8 €, erm. 3 €
www.nolde-stiftung.de

 

Text aus der kunst:art 58

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