Damien Hirst. – Letzte Hirst-Ausstellung im Haus Bastian am Kupfergraben

bis zum 14.4.2018 | Haus Bastian

Damien Hirst, Sulfisoxazol, 2007. VG Bild-Kunst

 

von Greta Sonnenschein //

 

Damien Hirst ist einer der Lieblinge in Galerien, und das schon seit Längerem. Seine Werke erzielen auf dem Markt Höchstpreise und erzeugen beim Betrachten äußerst zwiespältige Empfindungen. Dabei kann in der Freude sowie der Irritation für den Kunstmarkt durchaus von einer Win-win Situation gesprochen werden. Diese ambivalenten und sehr kontroversen Sichtweisen zu erwecken, ist Programm für den Maler, Bildhauer und Konzeptkünstler Damien Hirst. Dies wird auch in der aktuellen Ausstellung in der Galerie Bastian in Berlin deutlich. Seit der Gründung der Galerie 2007 fanden dort mehrfach Ausstellungen über den Engländer statt. Dieses Mal ist es besonders, denn es wird für ihn wohl die letzte in den Räumen unter der Leitung der Galeristenfamilie Bastian sein. Im Winter des vergangenen Jahres haben sie das Haus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Schenkung überantwortet.

Im Zentrum der aktuellen Schau steht die Auseinandersetzung mit dem Tod, der Wiedergeburt, aber auch der Umgang mit unserem vor allem medizinischen Wissen sowie der daraus resultierenden Verantwortung für Mensch und Tiere. Dafür wurden bekannte Werke ausgewählt. So zum Beispiel aus dem Spot-Painting „Cloridrato de Palonosetron“ (2007). Als besonders provokant wird die leibhaftige Präsentation von in Formaldehyd eingelegten Tierkörpern wahrgenommen. Daran ändert auch nichts das vermeintlich fröhliche Butterfly-Diptychon „Oranges and Lemons“ (2008). Hirsts Werke beinhalten seine Themen wie Tod, Leben, Religion oder die Auseinandersetzung mit der Konsumkultur. Es ist wieder einmal eine Freude, die spannenden Werke eines Künstlers dieses Wertes hier in Berlin anzutreffen.

 

Damien Hirst
bis zum 14.4.2018, Galerie Bastian
Am Kupfergraben 10, D-10117 Berlin
Tel.: +49-30-20673840
Do – Fr 11 – 17:30 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr
Eintritt frei
www.galeriebastian.com

 

Text aus der kunst:art 60

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