Private Schätze am Tegernsee

23.7.2022 – 8.1.2023 | Olaf Gulbransson Museum

Emil Nolde, Marschlandschaft mit Gehöft, um 1925, © Privatsammlung + Nolde Stiftung Seebüll

Eine große Chagall-Ausstellung war schon im letzten Jahr Besuchermagnet. Und das verspricht auch die nächste Schau im Olaf Gulbransson Museum am Tegernsee zu werden. Denn diesmal sind etwa siebzig Werke „Von Renoir bis Jawlensky“ zu sehen, inklusive Arbeiten von Gauguin, Feininger, Klee, Macke und Nolde. Das Besondere: Die Exponate stammen fast ausschließlich aus Privatbesitz und sind daher bislang noch nie oder nur selten öffentlich gezeigt worden.

Eigentlich widmet sich das nach dem norwegischen Künstler Olaf Gulbransson benannte Museum der Karikatur. Es wurde von der Witwe des berühmten Simplicissimus-Zeichners ins Leben gerufen, ist heute eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlung und bietet neben einer Dauerpräsentation von Gulbranssons Arbeiten Sonderschauen zum Thema Satire.

Doch seit der Galerist Michael Beck aus Düsseldorf den Vorsitz der zum Museum gehörigen Stiftung übernommen hat, steht jährlich auch eine große, internationale Ausstellung auf dem Plan. Auf Becks weitreichende Kontakte ist es zurückzuführen, dass nun von Juli 2022 bis Januar 2023 die Klassische Moderne und ihre Vorboten in Form von Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Skulpturen am Tegernsee Einzug halten. Für eine diskursive Auseinandersetzung mit der Kunst sorgt ein Rahmenprogramm mit Führungen und Podiumsdiskussionen, in denen es auch um Themen wie Feminismus und Kolonialismus geht.

Von Renoir bis Jawlensky. Mit Leidenschaft gesammelt – Werke aus Privatbesitz
23.7.2022 – 8.1.2023
Olaf Gulbransson Museum
Kurgarten 5
D-83684 Tegernsee
Tel.: +49-8022-3338
Di – So 10 – 17 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 8 €
www.olaf-gulbransson-museum.de

Text: Julia Behrens
Bild: Olaf Gulbransson Museum
Erstveröffentlichung in kunst:art 86